Für Stimmung braucht es keinen Elferrat

Dankmarshausen.  Dankmarshäuser Narren feiern ausgelassen zu tollem Programm des DCV.

Die Garde und die Tanzmariechen Anna und Larissa gaben den tänzerischen Startschuss für den Abend.

Die Garde und die Tanzmariechen Anna und Larissa gaben den tänzerischen Startschuss für den Abend.

Foto: Peter Rossbach

Die neue Gemeindestruktur für den Ort und der damit verbundene neue Name (Werra-Suhl-Tal) lieferte den Dankmarshäuser Narren gleich den ersten Gag für ihr diesjähriges Faschingsprogramm, mit dem sie knappe vier Stunden lang die Besucher an den voll besetzten Tischen im Adler-Saal begeisterten. „Wir Narren feiern ohne Pausen, in Dankmars – Werra–Suhl–Tal – hausen“, lautet das Motto.

Der Dankmarshäuser Karneval hat ja ohnehin eine Besonderheit, er kommt ohne Elferrat aus. Das hat einen profanen Grund, die Bühne ist schlicht zu klein. Dann wäre kein Platz mehr für die eigentlichen Höhepunkte. Und das wäre angesichts des tollen Programms mehr als nur schade. So führen mit Martin, Raimund und Maik eben drei Moderatoren launig und kalauerreich durch die 27 Programmpunkte des Abends.

Rund 75 Aktive sorgen dabei auf der Bühne für Schunkelspaß und gute Laune. Insgesamt, so verrät Vereinschef Dominik Stark, hat der DCV rund 170 Mitglieder. So rund um den 11.11 fingen die meisten Gruppen und Einzelakteure an, ihr jeweiliges Programm zu erarbeiten und – ob zu Hause, in der alten Schule oder im Saal – einzustudieren. Spätestens ab Januar ging es in die heiße Phase, schon weil in diesem Jahr Fasching sehr früh liegt.

Bei denen, die sich da in diesem Jahr auf die Bühne wagen, hat sich dieser intensive Einsatz mehr als gelohnt. Dafür gab es übrigens nicht nur Jubel und Beifall des Publikums, sondern immer auch das Lob und Getränk vom diesjährigen Prinzenpaar Prinzessin Diana (Schuchardt) und Andreas (Bernhagen), wobei die Prinzessin Wiederholungstäterin ist. Und noch eine Besonderheit an diesem Abend: Ute Reinhardt erhält Urkunde und Blumen für 45 Jahre andauerende Mitgliedschaft im Verein, den es seit 46 Jahren gibt.

Nach dem Eröffnungslied durch die Dankmarshäuser Hofsänger, machte die Garde wie immer mit ihrem Tanz den Auftakt. Natürlich fegten auch Tanzmariechen Anna und Larissa über die Bühne. Wobei hier der DCV mit noch einer Besonderheit und echtem Luxus aufwarten kann. Es gibt nämlich mit Madlen und Marie ein weiteres Tanzmariechen-Duo, das im zweiten Teil des Programm an die Reihe kommt.

Daran schließt sich ein bunter Mix aus Bütten, Gesang und aus Tänzen von Kinderballett, Damenballett, zwei Männerballett-Gruppen und Franztanzgruppe an. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr natürlich wieder der Auftritt der „Kohlrübe“. Petra Taubert ließ dabei all die großen, mittleren und kleinen Katastrophen im Ort und in der Umgebung im vergangenen Jahr hoch unterhaltsam Revue passieren. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, geht es dabei auch um Susis Sünden, Spargel auf dem Seniorenteller, verschlungene Glückskekse und einen wackelnden Briefkasten.

Julius und Dominik offenbarten wie Vater-Sohn-Gespräche im Hause Stark ablaufen. Weitere Bütten gab es von Lucas und Alex Bode, Tanja Ulrich und Trixi Kleppel sowie Raimund Schäfer und Dieter Stahl. Am Ende standen Damen- und Männerballett noch einmal für Klasse und Humor. Mit einem fulminanten Finale entließen die Dankmarshäuser Narren dann ihr Publik in die Nacht.

Noch zweimal wird das Programm im Adler-Saal zu erleben sein (15. und 22. Februar, jeweils 19.31 Uhr). Dazu halten die Dankmarshäuser zwei Termine für Kinderfasching bereit (16. und 23. Februar, jeweils 14.30 Uhr). Und wer dann noch nicht genug hat, kann bei 5 Euro Eintritt am 24. Februar bei der Rosenmontagsparty weiter feiern.