Knapp 300 Menschen in Eisenach streiten für mehr Klimaschutz

Eisenach.  Lieber für Klimaschutz demonstrieren, als am „Black Friday“ shoppen gehen, so lautet das Devise der Eisenacher Initiative für Klimaschutz.

Der Eisenacher Theaterplatz füllte sich am Freitagnachmittag zur Kundgebung „Eisenacher für Klimaschutz“ zusehens mit Menschen.

Der Eisenacher Theaterplatz füllte sich am Freitagnachmittag zur Kundgebung „Eisenacher für Klimaschutz“ zusehens mit Menschen.

Foto: Jensen Zlotowicz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eisenach gehörte am Freitag zu den 500 Orten in Deutschland, an denen Menschen für besseren Klimaschutz demonstrierten. Knapp 300 Menschen kamen zu einer Kundgebung auf den Theaterplatz, die das Bündnis „Eisenach für Klimaschutz“ auf den Weg brachte.

In der Georgenkirche gab es am Vormittag eine Aktion, die den Erhalt der Schöpfung in den Mittelpunkt stellte. Dort beteiligten sich Schüler der Evangelischen Grundschule ebenso wie an ihrer eigenen Aktion an der Schule. Dort wurde die Projektpräsentation mit der Aktion „Eisenach für Klimaschutz“ in Verbindung gebracht. Unter anderem befassten sich die Kinder mit Naturforschern wie Alexander von Humboldt und zogen hierbei Parallelen zum Schutz der Natur und Artenvielfalt. Fünf vor zwölf lauschten die Grundschüler dem Glockengeläut, das von der Georgen- und der nahen Johanneskirche ausgesendet wurde.

Die Initiative „Eisenach für Klimaschutz“ war Initiator einer Aktion am Nachmittag auf dem Theaterplatz. Diese Kundgebung stand unter dem Motto „Kauf-nix-Tag statt Black Friday“ und hob auf das klimaschädliche Konsumverhalten der meisten Menschen ab. Der kommerziell und medial befeuerte „Schwarze Freitag“ will Menschen mit Rabatten zum Kaufen animieren. Am Freitag lautete die Devise der Teilnehmer demonstrieren und Kuchen essen, statt shoppen und Ressourcen verschwenden. Die Initiatoren betonten einmal mehr, dass die Lebensweise unserer Gesellschaft ein Übermaß an Ressourcen verbraucht und ein Ungleichgewicht im Zusammenleben von Mensch und Natur verursache. Die Folgen würden besonders im Klimawandel spürbar.

Mehrere Vereine, Verbände, Institutionen und auch Kirchenvertreter unterstützten die Veranstaltung. Sprecher Max von Trott prophezeite, dass unsere Lähmungsstarre beim Klimaschutz einen hohen Preis haben wird und hob auf das Abschmelzen der Pole und das Steigen der Meeresspiegel ab. Die tief gelegenen Niederlande würden in Europa das erste Land sein, dass diese dramatische Veränderung dramatisch spüren werde. Das die Europäische Union gerade ankündigte, in den nächsten Jahren eine Billion Euro in den Klimaschutz zu investieren, sei ein gutes Signal. Dabei müsse jedoch darauf geachtet werden, dass diese Investition gerecht verteilt werde. Um die Dramatik des Wandels zu verdeutlichen, zitierten Mitstreiter des Bündnisses entsprechende Schlagzeilen zum Thema aus Medien.

Letztenendes, so der Tenor, seien aber nicht Politik und Gesellschaft der ausschlaggebend, um nicht noch weitere rote Linien bei der Vernichtung von Ressourcen zu überschreiten, sondern jeder einzelne mit seinem Konsumverhalten. Weniger ist mehr.

Dass es verschiedene Bemühungen von Teilnehmern der Kundgebung gab, diese für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen, kritisierten die Veranstalter laut und deutlich, zeigten dies auch mit Plakaten an. Die Kritik richtete sich gegen die Vertreter der MLPD, die auch Aufforderungen nicht nachkamen, mit ihren Fahnen und Transparenten aus der ersten Reihe zu verschwinden. Die Initiative Eisenach für Klimaschutz wird ihre Bemühungen fortsetzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren