Brand in Gera

Brandserie in Gera reißt nicht ab: Haus von Ex-Tintenfabrik abgebrannt

Gera.  In Gera reißt die Serie von Bränden nicht ab. Am Sonntagabend rückten Wehren zum Einsatz in die Vollersdorfer Straße aus. So lief der Einsatz ab:

Einsatzkräfte sind auch am Montagvormittag vor Ort. Auf dem verwilderten Gelände sägten sie Bäume und Gestrüpp ab, um von der Drehleiter aus das Dach zu öffnen und letzte Glutnester zu löschen.

Einsatzkräfte sind auch am Montagvormittag vor Ort. Auf dem verwilderten Gelände sägten sie Bäume und Gestrüpp ab, um von der Drehleiter aus das Dach zu öffnen und letzte Glutnester zu löschen.

Foto: Peter Michaelis

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Die Brandserie in Gera reißt nicht ab. Am Sonntag, gegen 21.40 Uhr, bemerkten Anwohner eine Rauchsäule über der Vollersdorfer Straße.

Den alarmierten Feuerwehren bot sich ein verheerendes Bild: Das seit langem leerstehende Gebäude der ehemaligen Tintenfabrik brannte in voller Ausdehnung. Für den Zugang musste ein Zaun eingerissen werden. Unter Einsatz von Drehleiter und Atemschutz kämpften die Wehren – die Wache 1 der Berufsfeuerwehr Gera sowie die Freiwillige Feuerwehr Gera-Mitte – gegen die Flammen. Die Wache 2 der Berufsfeuerwehr wurde nachalarmiert. Bis circa 0.30 Uhr dauerten die Nachlöscharbeiten an.

Montagfrüh sollte eine Nachkontrolle erfolgen, wobei erneut Rauch aus dem Dachbereich austrat. Daraufhin wurde das Dach geöffnet und mit Schaum geflutet. Da das Haus komplett von wild gewachsenen Bäumchen umgeben war, schnitten sich die Einsatzkräfte per Motorsäge den Weg durch das Grundstück frei.

Die Nachlöscharbeiten übernahmen Kräfte der Wache 1 der Berufsfeuerwehr. Ein gefahrloses Löschen im Haus sei dabei nicht mehr möglich gewesen, berichtete Göran Kugel, der Sprecher der Geraer Berufsfeuerwehr. Die Decken im Haus waren eingestürzt, im hinteren Bereich des Objektes habe das Feuer alles zerstört. Lediglich die Gebäudehülle stehe noch. Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei.

In der ehemaligen Tintenfabrik gab es bereits in der Nacht des 15. Juni 1996 einen Brand. „Damals war es für uns sehr spektakulär, da es jeden Abend irgend ein Feuer gab.

So wurden wir regelmäßig zu Bränden in die Neue Straße gerufen. Es war die Serie eines Brandstifters, der dann auch gefasst werden konnte“, erinnert sich Göran Kugel.

Eine Häufung gibt es auch derzeit wieder. „Die normalen Feuerwehreinsätze wie klassische Hilfeleistungen und ähnliches laufen weiter, aber die Brandeinsätze haben in der letzten Zeit zugenommen“, resümiert der Sprecher der Feuerwehr. „Vielfach handelt es sich um Objekte, bei denen eigentlich ein solches Brandgeschehen nicht eintreten kann“, sagt er.

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