Science City Jena unterliegt gegen tschechischen Serienmeister

Jena  Vor 1200 Zuschauern unterliegt Bundesligist Science City Jena zur Saisoneröffnung im Test gegen CEZ Basketball Nymburk mit 100:105.

Jenas Neuer Dru Joyce (vorn) im Duell mit Rostilav Jirak.

Foto: Holger Zaumsegel

Als hätte er nie etwas anderes gemacht: Mit einem breiten Lächeln im Gesicht drückte Björn Harmsen den Fans eine Roster in die Hand. „Guten Appetit“, meinte der Trainer von Science City, der die Leckerbissen, die neben einem fleißigen Team auch Geschäftsführer Lars Eberlein mit zubereitete, final weiterreichen durfte. Drinnen schrieben die Spieler derweil fleißig Autogramme auf jene Mannschaftsposter, die es vom Verein für alle Zuschauer der Saisoneröffnung gegen CEZ Basketball Nymburk kostenlos gab.

Sicherlich waren auch deshalb 1200 Besucher, so viele wie noch nie zuvor, zum einzigen öffentlichen Testspiel in der Vorbereitung auf die dritte Saison in der BBL nach dem Aufstieg gekommen. Einen Basketball-Leckerbissen bekamen die Fans allerdings nicht kredenzt. Dafür aber eine abwechslungsreiche und spannende Begegnung zwischen den Thüringer Korbjägern und dem tschechischen Serienmeister, der beim munteren Körbewerfen letztlich mit 105:100 die Oberhand behielt. Nymburk war der erhofft starke Gegner, auch wenn einige tschechische Nationalspieler fehlten. Dafür sprangen mit Eugene Lawrence (23 Punkte), Kendall Smith (20) und AJ Englisch (18) die Legionäre in die Waagschale, machten Jenas Defensive auch mit Blick auf eine tolle Dreierquote von 48 Prozent das Leben schwer.

„Das waren deutlich zu viele Punkte gegen uns“, meinte dann auch Julius Wolf, der bei den Gastgebern die meiste Einsatzzeit bekam. Er mit 16 Punkten und Center Oliver Mackeldanz mit 20 Zählern waren die erfolgreichsten Jenaer Schützen. Die beiden deutschen Spieler könnten in dieser Saison Stützen für die Saalestädter werden. Wolf kann bisher endlich mal eine verletzungsfreie Vorbereitung absolvieren, Mackeldanz stand bei den Thüringern eigentlich schon auf dem Abstellgleis, verdiente sich aber mit tollen Leistungen im Saisonendspurt eine weitere Chance. Er wirkt auf dem Parkett gereift.

Mit Ausnahme, dass die beiden in dieser Spielzeit wichtig für die Jenaer Riesen werden, blieb der Härtetest aber weitgehend aussagelos. Mit Sid-Marlon Theis, Ike Iroegbu und Jamar Abrams mussten die Hausherren gleich auf drei neue Spieler verzichten. Dru Joyce (8 Punkte) war somit der einzige Zugang der ersten Mannschaft auf dem Parkett. Er kam aber nur auf 15 Einsatzminuten, verpasste die spannende Schlussphase, weil er früh im letzten Viertel nach dem fünften Foul nicht mehr mitwirken durfte. Außerdem gab Trainer Harmsen mit Melvin Jostmann, Jan Heber und Vuk Radojicic drei Perspektivspielern immer wieder Einsatzzeiten. „Die Minuten auf diesen Niveau sind extrem wichtig für sie“, meinte Harmsen.

Und so müssen sich die Fans noch bis zum Auftakt bei Alba Berlin am 29. September gedulden, ehe sie das wahre Jenaer Gesicht zu sehen bekommen.

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