Ende November beginnt der Bau für Bratwurstmuseum in Mühlhausen

Mühlhausen  Der Stadtrat hat die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Eröffnung des ersten Teils des Eventgeländes am Stadtwald ist für Mai vorgesehen.

Seit dem vergangenen Jahr gehört auch ein Bratnopticum in das Bratwurstmuseum. Das zieht nach Ende dieser Saison von Holzhausen bei Arnstadt nach Mühlhausen um.

Seit dem vergangenen Jahr gehört auch ein Bratnopticum in das Bratwurstmuseum. Das zieht nach Ende dieser Saison von Holzhausen bei Arnstadt nach Mühlhausen um.

Foto: Bratwurstmuseum Holzhausen

Der Spatenstich für das neue Thüringer Bratwurstmuseum am Stadtwald soll am 22. November erfolgen. Das sagte der Mühlhäuser Investor Jan Kratochwil unserer Zeitung. „Bis dahin hat unser Architekt aber noch ein Stück Arbeit vor sich. Wir werden unser Konzept noch einmal leicht verändern“, weiß Thomas Mäuer vom Verein „Freunde der Thüringer Bratwurst“. Was sich hinter der Ankündigung verbirgt, erläutert Architekt Sebastian Machleb aus Oberdorla: In das entstehende erste Hauptgebäude soll im Erdgeschoss Selbstbedienungsgastronomie untergebracht werden. Denn das Gesamtprojekt mit Museum, Angerdorf, Sport- und Spielbereich sowie Streichelzoo lässt sich nicht binnen eines halben Jahres schaffen. „Wir wollen im Mai kommenden Jahres arbeitsfähig sein. Die Zeit sitzt uns im Nacken“, meint Mäuer. Das bedeutet auch: Bis Mai sollen Museum, Theater, Schauküche, Versorgung und Marketing aufgebaut sein, so Machleb. „Mit all unseren anderen Plänen wollen wir am Bedarf wachsen.“ Auch sollen die Beherbergung mit maximal 120 Betten und die Bowlingbahn erst in einer zweiten Phase gebaut werden.

Der neue Standort am Stadtwald ist vier Mal so groß wie der aktuelle in Holzhausen bei Arnstadt. Dort war man mit 50.000 Besuchern an die Kapazitätsgrenzen gestoßen und suchte deshalb nach einem neuen Standort. Die Entscheidung für Mühlhausen war Anfang des Jahres gefallen.

Für dieses Jahr erwartet man in Holzhausen laut Mäuer 70.000 Gäste - neuer Besucherrekord. „Dass unserer Umzug nach Mühlhausen medial so präsent war, hat dafür gesorgt, dass sich auch Menschen für uns interessiert haben, die uns vorher nicht kannten.“ Unter den Gästen dieses Jahres seien ausnehmend viele aus Mühlhausen und der Region gewesen.

In einem Dreivierteljahr mit drei Ratssitzungen haben Stadtverwaltung und Stadtrat die baurechtlichen Voraussetzungen für den neuen Standort geschaffen. „Es war ein sehr sportliches Vorhaben“, meint Bürgermeisterin Beate Sill (parteilos) und lobte auf der Ratssitzung am Donnerstagabend die Zusammenarbeit mit Bauherr, Architekt und den Behörden. Keinerlei Einwände hatte die Bevölkerung zum Bauplan und dem geänderten Flächennutzungsplan. Beides lag zwischen Ende August und Anfang Oktober bei den Stadtverwaltung aus.

Auch die Behörden - die Träger öffentlicher Belange - hatten nur marginale Einwände. Bereits zuvor hatte der Bauherr ein Schallschutzgutachten zu erstellen, er ist zudem aufgefordert, den bestehenden Krötenzaun am Stadtwald zu verlängern.

Stadtverwaltung: Zustand der Straße ausreichend

Das Landratsamt fordert von der Stadt Mühlhausen als Eigentümer der Straße Am Stadtwald die Straße zu sanieren, um den zu erwartenden Verkehr tragen zu können. Aus dem zuständigen Fachbereich des Rathauses heißt es dagegen: Die Straße genüge - zumindest in den ersten Jahren - den Anforderungen.

Laut Landratsamt ist das Parkplatzkonzept für Sonderveranstaltungen zu überarbeiten. Die 237 angedachten Parkplätze seien bei zu erwartenden 4000 Besuchern und 6000 Fahrzeugen zu wenig. Das Landratsamt schlägt ein Park-and-Ride-System vor.

Einen Shuttle-Service hat der Betreiber des Bratwurstmuseums bereits geplant. Als Parkplatzflächen kommen laut Rathaus verschiedene Flächen im Stadtgebiet in Betracht. Unter anderem solche, die sich im Eigentum des Investors Jan Kratochwil befinden wie Parkhaus am Kiliansgraben. Reisebusse könnten zudem auf der Schotterfläche Kasseler Straße/Ecke Heyeröder Landstraße geparkt werden, die bereits jetzt zum Abstellen von Lkw genutzt wird.

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