Neue Abenteuer für Mika und Finn in Salztal

Bad Langensalza.  Tobias Geibies stammt aus Bad Langensalza und legt sein drittes Kinderbuch vor. Die Bücher werden erwachsener – wie sein Sohn.

Der aus Bad Langensalza stammende Tobias Geibies hat sein drittes Kinderbuch veröffentlicht: „Mika, Finn und der verborgene Piratenschatz".  

Der aus Bad Langensalza stammende Tobias Geibies hat sein drittes Kinderbuch veröffentlicht: „Mika, Finn und der verborgene Piratenschatz".  

Foto: Tobias Geibies

Die Kinderbuch-Helden Mika und Finn sind zurück, mit einem neuen Abenteuer in Salztal. Und wieder hat der in Bad Langensalza geborene Hobby-Autor Tobias Geibies (45) Anspielungen auf seine alte Heimat untergebracht. Zudem widmet er sich mit dem Umweltschutz einem aktuellen Thema.

„Mika, Finn und der verborgene Piratenschatz“ hat alles, was ein Buch für Kinder um die zehn Jahre braucht: Eine Abenteuergeschichte, ein bisschen Märchen, viel Lehrreiches, eine ansprechende Gestaltung. Die beiden Freunde stoßen in den Sommerferien erneut auf ein Rätsel. Sie entdecken dabei nicht nur, was die Menschen der Natur Schlimmes antun, sondern wenden dank ihres Mutes manches wieder zum Guten. Und entdecken schließlich noch einen Schatz.

Im Vorgängerband „Mika, Finn und das geheimnisvolle Haus im Wald“ hatten die beiden schon ein verhextes Gebäude enträtselt und ein altes Familiendrama glücklich beendet. Es war nach „Carlo Chamäleon und die Entdeckung der Freundschaft“ schon das zweite Buch von Tobias Geibies, noch mit reichlich Märchengehalt. Diesmal spielt die Realität eine größere Rolle.

Mikroplastik und Überfischung als Probleme der Meere

Damit setzt Geibies seine Intention fort, Geschichten passend zum Aufwachsen seines eigenen Sohnes Mika (9) zu erzählen. Weil der sich inzwischen sehr stark für Umweltthemen interessiert, geht es im Buch auch um die Verschmutzung der Meere mit Mikroplastik und die Überfischung. Denn der Ort des Geschehens, die Stadt Salztal, erinnert zwar in vielen Punkten an Bad Langensalza, liegt aber direkt am Meer und war einst Standort einer großen Fischfabrik.

Die Kinder wecken nicht nur bei den Erwachsenen Umweltbewusstsein, sondern kitten auch wieder uralten Streit. Die Werbung für Toleranz, Mitmenschlichkeit und differenzierte Wahrnehmung prägte schon die Vorgängerbücher. Und das Umweltthema sei heut zurecht eines der beherrschenden der jungen Generation, sagt Geibies. Dennoch wolle er auch zeigen, „dass es keine einfachen Antworten auf komplexe Sachverhalte gibt“.

Tobias Geibies wurde 1975 in Bad Langensalza geboren. Er machte sein Abitur am Salza-Gymnasium, lernte Bankkaufmann und arbeitet heute in Frankfurt/Main. Mit seiner Frau Jasmin und Sohn Mika lebt er in Groß-Zimmern im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Die Texte schreibt er unterwegs auf dem Handy

Die Entstehung des zweiten Mika-Bandes sei kurioserweise wegen Corona „ein zäher Prozess“ gewesen, erzählt Geibies: „Ich schreibe alles auf dem Handy, meistens stehend, beim Pendeln in der Bahn nach Frankfurt“. Weil auch er viel im Homeoffice war, habe ihm diese feste Zeit zum Schreiben gefehlt.

Seine Bücher veröffentlicht er bei „Books on Demand“ – so können sie mit eigener ISBN-Nummer im Internet und in Buchhandlungen bestellt werden, werden dann passgenau gedruckt und ausgeliefert. Seine Frau erledige nicht nur das Lektorat, sie fertigt auch das gesamte Layout. Dazu kommen schöne Illustrationen der Zeichnerin L.is.Art. Er sei stolz darauf, dass das Buch dank wachsender Erfahrung in der Gestaltung für ein komplettes Eigengewächs sehr hochwertig geworden sei, sagt Geibies

Geld sei damit aber nicht zu verdienen. Dennoch habe er, auch dank Eigenwerbung in Internet-Netzwerken, mittlerweile 500 Exemplare der ersten beiden Bücher verkauft. Mit dem Carlo-Titel absolvierte er sogar seine erste Lesung – online vor einer österreichischen Schulklasse.

Die Resonanz in Bad Langensalza und der Region sei bisher gering. Dabei können kundige Leserinnen und Leser manches Detail entdecken. So spielt diesmal unter anderen das Burgtheater-Kino eine größere Rolle, das Geibies’ Jugendfreund Sven Helmschroth betreibt.

Und er arbeitet bereits am nächsten Mika-und-Finn-Buch: „Das erste Kapitel steht schon.“

Tobias Geibies, Mika, Finn und der verborgene Piratenschatz, Books on Demand, 155 Seiten, 9,99 Euro