Weimar. Die Band von Gundermann möchte sich mit ihrem Auftritt im Spiegelzelt bei ihren Fans bedanken. Die Setlist bestimmt das Publikum.

Die frühere Band des Lausitzer Braunkohle-Barden Gerhard Gundermann, „Die Seilschaft“, steht seit 30 Jahren auf der Bühne. Die Musiker schöpfen aus einem großen Song-Pool, bei ihren rund drei Stunden langen Konzerten kann es jedoch mal vorkommen, dass sie einige Lieblingslieder ihrer Fans nicht spielen. Um sich für den Publikumspreis Marlene 2023 zu bedanken, können die Fans das Programm im Köstritzer Spiegelzelt im Vorhinein mitbestimmen. Warum es denkwürdig wird, erklärt Sänger Christian Haase.

Was verbindet die Band mit dem Spiegelzelt und mit Weimar?

Die Seilschaft konnte ihr erstes Konzert im ausverkauften Spiegelzelt aufgrund der Pandemie leider nicht spielen. Da es aber auch unser erstes Konzert in Weimar nach der Reunion mit mir als Sänger sein sollte, tat dies besonders weh. Das Spiegelzelt ist ja weit über die Landesgrenzen Thüringens bekannt für sein erstklassiges Kleinkunstprogramm. Dass wir als Rockband dort mit rumrumpeln dürfen, macht uns stolz.

Was feiern Sie in diesem Jahr?

Auch Die Seilschaft ist in einem Jubiläumsjahr. Wir feiern 30 Jahre „Der 7. Samurai“. Die Veröffentlichung des ersten Albums, das die Band mit ihrem Gründer Gerhard Gundermann damals aufnahm. Wir feiern das mit einer Neuinterpretation der Titel und haben das Album „Samurai 30/7“ mit dabei, bei dem unsere Freunde Wolfgang Niedecken (BAP) und Uwe Hassbecker (Silly) mitspielten und ihr unvergleichliches Talent mit einbrachten. Und natürlich….wir sind die Gewinner der Marlene des letzten Jahres und freuen uns auf die Show zum 20-Jährigen des Spiegelzelts.

Welches Geschenk ist für Sie unbezahlbar?

Mehr Zeit zu haben, die ich mit meiner Familie verbringen kann. Klingt immer so abgedroschen, aber da geb ich nichts drauf. Was unterm Strich bleibt, sind die Erinnerungen, die man durch gemeinsame Erlebnisse kreiert.

Was würden Sie dem Köstritzer Spiegelzelt ins Poesiealbum schreiben?

Legt es mir in den Backstage-Bereich und ich schreibe es Euch handschriftlich.

Das Spiegelzelt unterstützt die Aktion „Weltoffenes Thüringen“. Was treibt Euch politisch derzeit um? Was kann die Kunst für die ein menschenwürdiges und demokratische Miteinander tun?

Es ist wichtig, als Person oder Organisation des öffentlichen Lebens sich auch sichtbar einzusetzen für Projekte, die einen humanen, freundschaftlichen und vor allem vernünftigen Umgang miteinander vorantreiben. Bei den Konflikten weltweit, vor allem jenen, die man mit Waffengewalt zu lösen versucht, lässt sich leider nichts Vernünftiges erkennen. Das treibt uns um und an, auch weiter gegen Starrsinn, Gewalt und Ungerechtigkeiten anzusingen.

Die Seilschaft wird am Mittwoch, dem 15. Mai, um 20 Uhr im Köstritzer Spiegelzelt spielen. Songwünsche können noch an wunschkonzert@dieseilschaft.de gesendet werden. Tickets gibt es unter koestritzer-spiegelzelt.de/tickets/.