Kantersieg für Thuringia Bulls in München

München  Nach 24-stündiger Anreise beeindruckt Matt Scott beim 106:47-Kantersieg der Thuringia Bulls in München einmal mehr.

Nicht zu stoppen: Matt Scott (rechts) entwischt dem Münchner Ziv Eliyahu.

Nicht zu stoppen: Matt Scott (rechts) entwischt dem Münchner Ziv Eliyahu.

Foto: Franziska Möller

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Den gestrigen Sonntag nutzte Matt Scott zum langen Ausschlafen. Irgendwann in der Nacht zuvor war auch bei dem nimmermüden US-Amerikaner der Punkt erreicht, an dem er die Augen nicht mehr aufhalten konnte. Kein Wunder – nach fast zwei vollen Tagen ohne Schlaf.

24 Stunden hatte seine Anreise von der US-Westküste bis nach München gedauert; nach einem Mittagessen mit seinen Thuringia Bulls ging es direkt in die Halle an der Säbener Straße. Und als hätten ihm die ganzen Strapazen nichts ausgemacht, schwang sich Scott beim Auftaktsieg in der 1. Rollstuhl-Basketball-Bundesliga zum besten Werfer auf. 26 Punkte standen am Ende bei ihm zu Buche. „Ein unglaublicher Typ“, sagt Trainer Michael Engel voller Anerkennung über seinen neuen Kapitän, fügt aber gleich hinzu: „Es war auch vom gesamten Team ein Klasse-Auftritt.“ Beim 106:47 (56:29) wirkten die Münchner Iguanas wie ein überforderter Sparringspartner. Die Bullen beeindruckten sowohl mit physischer Präsenz als auch mit Kombinationsfreude und Treffsicherheit. Starke 71 Prozent der Würfe fanden ihren Weg ins Ziel. Makellos dabei: Aliaksandr Halouski traf neun von neun aus dem Feld und versenkte seine beiden Versuche von der Linie. Wie konzentriert der Triple-Sieger zu Werke ging, belegt die perfekte Freiwurfquote: 18 von 18 landeten im Korb. „Ich bin überrascht, wie weit wir nach den wenigen Trainingseinheiten schon sind“, sagt Engel nach dem saisonübergreifend 38. Pflichtspiel-Sieg in Folge. Eine außergewöhnliche Serie, die am Donnerstag (15 Uhr) im Bullenstall gegen Hannover fortgesetzt werden soll. Mit einem ausgeschlafenen Matt Scott.

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