Die neuen Rasensprenger sorgen auch für Abkühlung

Greiz/Zeulenroda.  Die Ostthüringer Fußball-Landesklasse-Teams aus Zeulenroda und Greiz stehen wieder auf der Wiese

Spielformen  stehen im Mittelpunkt der  Trainingseinheit nach der Corona-Pause bei der SpG FC Motor Zeulenroda.  

Spielformen  stehen im Mittelpunkt der  Trainingseinheit nach der Corona-Pause bei der SpG FC Motor Zeulenroda.  

Foto: Manfred Malinka

Schwierige Wochen liegen hinter den beiden Ostthüringer Fußball-Landesklasse-Vertretern 1. FC Greiz und SpG FC Motor Zeulenroda. Ohne selbst aktiv zu sein, konnten die sonst wöchentlich auf dem grünen Rasen stehenden Kicker auch höherklassigen Fußball nur vor dem Fernseher erleben und nicht als Fan vor Ort. So hat sich manch Aktiver sogar an das Leben ohne Fußball gewöhnt und erwägt nun, die Fußballschuhe für immer an den Nagel zu hängen.

Hinzu kam auch bei den Spielern der siebthöchsten deutschen Spielklasse die Ungewissheit, ob, wann und wie es weitergeht. Diese Entscheidung soll nun beim Außerordentlichen Verbandstag am 18. Juli in Bad Blankenburg fallen.

Seit vier Wochen schon bewegen sich die Kicker des 1. FC Greiz wieder gemeinsam, trainieren ein Mal wöchentlich scharf und kicken in der Woche darauf beim Fußballtennis-Turnier. „Sogar um einen Pokal geht’s da jeweils, um auch etwas Spannung in die Trainingsarbeit zu bringen“, verrät Trainer Martin Donath.

Über ein paar Motivationsprobleme seiner Kicker klagt der Trainer schon. Aber vielleicht hilft die Aussicht, dass es, wenn ab 2. Oktober wieder gespielt werden könnte, auf dem Rasenplatz am Tempelwald weiter geht. Derzeit wird dort gewerkelt, die neuen Tore stehen auch schon bereit. Für September plant der Coach derweil schon einmal eine „heiße Vorbereitung“, in der jeder Greizer Kicker „voll mitziehen“ wird, weiß Donath.

Beim um zwei Plätze und einen Punkt in der Tabelle besser platzierten Ortsnachbar Zeulenroda freute sich Trainer Martin Lenßner nicht nur über den strahlenden Sonnenschein und den top Platz am zweiten Trainingstag, sondern vor allem über die Trainingsteilnahme.

Über 20 Spieler konnte der Coach im Waldstadion begrüßen. Nun wird wieder dienstags und donnerstags ab 18 Uhr intensiv trainiert. Gespannt ist man bei Motor auf den Verbandstag am 18. Juli, der entscheidet, ob die Saison fortgeführt wird.

„Ich bin für einen Abbruch“, sagt Lenßner, der keine Lust hat, nach einer eventuellen Weiterführung noch einmal drei Monate ohne Fußball auskommen zu müssen. Er plant auch schon die Vorbereitung auf ein neues Spieljahr, möchte damit acht Wochen vor dem ersten Pflichtspiel starten.

Im Kader gibt es keine Veränderungen, Manuel Sengewalds Laufbahn steht weiter auf der Kippe, Fabian Ziehm ist nach Langzeitverletzung wieder im Boot. Mit Spielformen und Dehnen wurde die zweite Einheit absolviert, das kam den Spielern sicher entgegen. So war die Stimmung gut und ab und an touchierte die neue Rasensprenganlage auch die erhitzten Gemüter mit erfrischendem Guss.