Eisenachs Jugendhandballer mit Arbeitssieg und Schützenfest

Eisenach.  Der Nachwuchs des ThSV lässt daheim nichts anbrennen. Während sich die B II aber schwer tut, erteilt die A-Jugend den Gästen eine Lehrstunde.

Nach anfänglichen Problemen siegte Eisenach B II (re. Elias Wöhler) gegen Nordhausen noch ungefährdet mit 21.14.

Nach anfänglichen Problemen siegte Eisenach B II (re. Elias Wöhler) gegen Nordhausen noch ungefährdet mit 21.14.

Foto: Mike El Antaki

„Die Jungs sind ganz schwer in Tritt gekommen, Fehler über Fehler. Die Abwehr agierte schlampig, den Würfen fehlte Präzision und Stärke. Wir haben uns mühsam nach vorn geschleppt“, findet Jahn Martin, der an diesem Tag alleinverantwortliche Coach der B II, klare Worte zum Einstieg seiner Schützlinge in das Punktspiel der Thüringenliga der B-Jugend gegen den nur mit kleinem Kader angereisten Nordhäuser SV. Am Ende der 50 Spielminuten leuchtete jedoch ein klarer 21:14 (11:4)-Erfolg an der Anzeigetafel der Werner-Aßmann-Halle.

Die B II des ThSV Eisenach fand zunächst zu keinem Spielfluss. Gute Torchancen nach Einzelaktionen blieben ungenutzt. Der beste Nordhäuser, Torhüter Maximilian Watzke (15 Paraden!), kaufte selbst Würfe aus Nahdistanz ab. Erst nach einer Auszeit nahm das ThSV-Spiel Fahrt auf. Keeper Bastian Freitag war bei Würfen der Rolandstädter zur Stelle, ließ keinen Siebenmeter-Ball ins Tor. Emil Starke trumpfte auf. Die ThSV-Talente netzten vom 5:4 (15.) zum 11:4-Pausenstand ein. Aber auch die zweite Spielhälfte begann mit einer Schlafwageneinlage der Gastgeber, die die nimmermüden Nordhäuser nutzten, um bis auf 8:12 (31.) zu verkürzen. „Dann fanden wir zu unserem Tempospiel, nutzten unsere Torchancen“, beschreibt John Martin die Phase bis zum 18:9 (41.).

Die A-Jugend des ThSV erzielte im Schongang einen 44:10 (22:4)-Erfolg über den SV Einheit Sondershausen. Nach dem 34:10 im Auftaktspiel wurde erneut klar, dass die Landesliga Thüringen, keine Liga ist, um die männliche Jugend A zu fordern, sie voranzubringen, damit im nächsten Jahr die Qualifikation zur Jugendbundesliga gelingt.

Einen echten sportlichen Wert besaßen die 60 Minuten für beide Teams nicht. Die Unparteiischen Gerd Simon und Bernd Schwarz verhängten in dieser fairen Partie keine Zeitstrafe. Zwischen beiden Teams lagen Handballwelten. Körperlich, athletisch und spielerisch. Eisenachs Stammspieler Ole Gastrock-Mey und Tizian Reum, am Vortag mit der zweiten Männermannschaft einen Sieg in Suhl feiernd, blieben zumeist auf der Bank. Andere stillten ihren Torhunger. Max Schlotzhauer (insgesamt 7 Treffer) markierte vom Kreis das 10:1 (15.), Felix Cech das 13:3 (20.), Johann Malta über die rechte Seite das 18:3 (25.).

Die Gäste waren völlig überfordert, die Torwürfe brachten die Eisenacher Keeper kaum in Verlegenheit. Ihre durchgehend faire Spielweise verdiente allerhöchste Anerkennung. Auch mit veränderter Formation blieb der ThSV nach dem Seitenwechsel haushoch überlegen. Der für die Kreisposition eingewechselte Leon Stehmann traf zur 20-Tore-Führung (24:4, 32.). Tempogegenstoß auf Tempogegenstoß rollte in Richtung des Sonderhäuser Tores.