FC Carl Zeiss Jena verliert Kellerduell

Die geplante Aufholjagd der Jenaer wurde schon im ersten Spiel des neuen Jahres gestoppt. Gegen Preußen Münster setzte es eine 1:2-Nierderlage. Das Spiel im Schnellcheck:

Fridolin Wagner (Preußen Münster, links) kann Dominic Volkmer (FC Carl Zeiss Jena) nicht am Köpfen hindern.

Fridolin Wagner (Preußen Münster, links) kann Dominic Volkmer (FC Carl Zeiss Jena) nicht am Köpfen hindern.

Foto: Tino Zippel

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Kurzfazit: Wer im neuen Jahr auf ein neues Auftreten des FC Carl Zeiss hoffte, der sah sich am Sonnabend getäuscht. Die Thüringer, Tabellenletzten, verloren zuhause gegen den Vorletzten Preußen Münster mit 1:2.

Nach ordentlichem Beginn, in dem der FC Carl Zeiss mehr Spielanteile hatte, wurden die Gäste aus Münster zunehmend stärker. Trotz dreier Stürmer auf dem rutschigen Rasen im Ernst-Abbe-Sportfeld gelang es Jena nicht, Torgefahr zu entwickeln.

Münster hatte mit Lucas Cueto zumindest einen stetigen Unruheherd in den eigenen Reihen. Er war es auch, der den Elfmeter zur Preußen-Führung (32.) sicher verwandelte. Zuvor war Jenas Kapitän Dominic Volkmer der Ball an der Strafraumgrenze an die Hand gesprungen. Ernüchterung machte sich unter dem Großteil der 4840 Zuschauer breit, als es mit 0:1 in die Kabinen ging.

Jenas Trainer Rico Schmitt reagierte, brachte nach der Pause für den schwachen Rene Eckardt und Volkmer mit Meris Skenderovic und Dominik Bock zwei Offensivkräfte. An der Fußball-Magerkost änderte sich nichts. Umso überraschender kam der Ausgleich der Hausherren. Raphael Obermair steckte schön auf Kilian Pagliuca durch, dessen Schuss Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues noch parieren konnte, den Nachschuss von Julian Günther-Schmidt nicht – 1:1 (61.).

Die Antwort von Münster folgte allerdings nur wenige Minuten später. An der Mittellinie verlor Nico Hammann das Kopfballduell gegen den eingewechselten Seref Özcan, der Ball landete bei Cueto. Und der marschierte einfach mal ungehindert über den halben Platz und traf aus 20 Metern zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber (68.).

Als der eingewechselte Meris Skenderovic in der 77. Minute im Strafraum dem Ex-Jenaer Jan Löhmannsröben im Zweikampf ins Gesicht trat und dafür die Rote Karte sah, bestand kaum noch Hoffnung. Jena kämpft zwar mit einem Mann weniger verbissen weiter, konnte die 15. Niederlage im 21. Spiel aber nicht mehr verhindern.

Tore: 0:1 Cueto (32./Handelfmeter), 1:1 Günther-Schmidt (61.), 1:2 Cueto (68.).

Aufstellung: Trainer Rico Schmitt setzte in der Startformation auf Zugang Daniel Stanese, der sich im zentralen Mittelfeld einordnete. Taktisch lief der FCC mit einem flexiblen 3-4-3-System auf, in dem Marius Grösch, Dominik Volkmer und Nico Hammann die Dreierkette bildeten und Julian Günther-Schmidt und Kilian Pagliuca mit der hängenden Spitze Daniele Gabriele den Angriff.

Jena: Coppens – Grösch, Volkmer (46. Bock), Hammann – Fassnacht, Eckardt (46. Skenderovic), Stanese, Obermair – Pagliuca, Gabriele (75. Käuper), Günther-Schmidt.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Erdogan, Löhmannsröben, Scherder – Hofmann, Pires (73. Brandenburger), Wagner, Schauerte – Litka (46. Öczan), Schnellbacher (81. Königs), Cueto.

Bester Spieler: Lucas Cueto – ihn bekam die ohnehin schwache Jenaer Defensive nie in den Griff.

Szene des Spiels: 68. Minute: Cueto marschiert allein über den Platz und trifft zum 2:1 für die Preußen. Wer nach dem Ausgleich so offen steht und so wenig Gegenwehr beim Konter leistet, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende verliert.

Querpass

Zweikampf um Präsidenten-Amt beim FC Carl Zeiss Jena

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