Polizeikosten

Werder Bremen prüft Reduzierung des Gästekontingents

Werder Bremen könnte bald weniger Gästefans ins Weser-Stadion lassen.

Werder Bremen könnte bald weniger Gästefans ins Weser-Stadion lassen.

Foto: dpa

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Im Dauerstreit um die Beteiligung an Polizeikosten bei Stadioneinsätzen prüft Fußball-Bundesligist Werder Bremen die Option, weniger Gästefans ins Weser-Stadion zu lassen.

"Muss man gegebenenfalls auch die Gästekontingente reduzieren, um möglicherweise ein Rot-Spiel zu einem Gelb-Spiel werden zu lassen?", sagte Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in einem Sport1-Interview.

"Wenn wir am Ende auch da für uns eine Chance sehen, den Schaden zu mindern, dann müssen wir auch über eine solche Option, wenn sie sich denn ergibt, auch ernsthaft nachdenken", meinte Hess-Grunewald. "Das wird uns, glaube ich, niemand übel nehmen." Kommen weniger Gästefans in Stadien, werden bestimmte Partien nicht als Hochrisikospiele eingestuft.

Für den Werder-Boss sei diese Option "jedenfalls nicht ausgeschlossen. Aber ich sage ganz offen: Wir wollen das nicht und wir wünschen uns das nicht", meinte Hess-Grunewald. "Aber wenn man uns in eine bestimmte Situation bringt, dass wir darüber nachdenken müssen, dann werden wir das tun müssen."

Für Werders Aufsichtsratschef Marco Bode ist ein Verzicht auf Gästefans zur Kostensenkung der Polizeieinsätze dagegen kein Thema. "Das ist völlig ausgeschlossen", hatte Bode erst kürzlich in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" betont. "Wir wollen Gästefans und damit eine tolle Atmosphäre bei uns haben."

Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der Deutschen Fußball Liga die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen hatten in der vergangenen Woche entschieden, dass diese Kosten allein auf Werder Bremen umgelegt werden sollen. Bislang geht es um 1,17 Millionen Euro.

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