Jena. Der Stürmer zeigt schnell, dass er eine Verstärkung ist: Eine überraschende Erfahrung hat er in Jena schon gemacht.

Cemal Sezer spielt seit Anfang Februar für den FC Carl Zeiss Jena – Zeit, den Angreifer genauer kennenzulernen.

Stürmer-Gen: Er habe schon immer als Stürmer gespielt, selbst in der Jugend. „Die Hauptkompetenz sind Tore, aber man muss auch gut gegen den Ball arbeiten und spielerisch etwas mitbringen“, sagt Sezer, der immer wieder Abläufe und Abschlüsse trainiert, um so die Ruhe vorm Tor zu bekommen.

Beim FC St. Pauli die zweite Mannschaft angeführt

VfB Lübeck: Dort habe ich jede Mannschaft durchlaufen, war ein Liebling der Fans“, sagt der gebürtige Lübecker, den ein Jungprofivertrag nach Hamburg zur zweiten Mannschaft des FC St. Pauli gelockt hat. Er stieg bis zum Kapitän auf, aber der Traum von der zweiten Bundesliga erfüllte sich nicht. Zumal das Regionalliga-Team durch die Corona-Pandemie ausgebremst wurde.

Wechsel ins Ausland: „Ich wollte etwas anderes sehen, war immer in meiner Komfortzone zwischen Hamburg und Lübeck“, sagt Sezer, dessen Eltern aus der Türkei stammen. Weil er die Sprache fließend spricht, entschied er sich 2022 für einen Transfer in die zweite türkische Liga. Doch wegen nicht eingehaltener Versprechen beendete er das Kapitel schnell.

Cemal Sezer sieht mehr Qualität in Regionalliga Nordost

Unterschied der Regionalligen: „Da gibt es deutliche Unterschiede“, sagt Sezer, der bislang die meisten Spiele in der Regionalliga Nord absolviert hat. Er verweist auf die Stadien wie in Jena, die deutlich moderner sind. Aber auch fußballerisch sei die Qualität in der Regionalliga Nordost höher.

Was sich Cemal Sezer beim FC Carl Zeiss Jena vornimmt

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    Berater: Ein alter Bekannter berät den Stürmer: Sören Eismann. Der 35-Jährige lief bis Sommer 2019 für den FC Carl Zeiss Jena auf, wechselte dann zum TSV Steinbach. Inzwischen ist er für seinen Heimatverein Einheit Rudolstadt am Ball. Eismann vermittelte Sezer am letzten Tag der Transferfrist nach Jena. „Ich habe nach dem Training in Altglienicke um 15 Uhr aufs Handy geschaut.“ Erst von Eismann habe er erfahren, dass der Transfer bis 18 Uhr über die Bühne gegangen sein muss. „Ich dachte, wir hätten bis Mitternacht Zeit“, sagt Sezer und lacht.

    Überraschende Erfahrung in Jenaer Innenstadt

    Jena: Er sei oft in der Stadt unterwegs, die ihm gut gefalle. Neu sei für ihn, vom einen oder anderen Fan erkannt zu werden. Das sei in der Zeit bei der VSG Altglienicke nicht passiert: „Da war die Fanbase gar nicht vorhanden.“

    Ziel mit FC Carl Zeiss Jena: „Wichtig ist, dass wir uns mit der jungen Mannschaft entwickeln“, sagt Sezer. Er merke bereits, dass „etwas wächst“. Er freue sich über die Top-Bedingungen, die er in Jena vorfinde.

    Liveübertragungen aus Luckenwalde und Eilenburg

    FSV Luckenwalde: „Uns erwartet eine spielerische Mannschaft, die es gut macht in dieser Saison.“ Er wünsche sich einen Sieg bei der Partie am Sonnabend. „Mit einem Dreier im Rücken werden die Schultern breiter, wenn wir nach Eilenburg fahren“, sagt der Stürmer, der am vierten Nachholtermin am nächsten Dienstag seinen 28. Geburtstag feiert.

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