Kampf um Ironman-Krone

Lange wünscht sich Lauf-Showdown mit Frodeno

Triathlet Patrick Lange will seinen WM-Titel auf Hawaii verteidigen.

Triathlet Patrick Lange will seinen WM-Titel auf Hawaii verteidigen.

Foto: dpa

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Kailua-Kona.Vorjahressieger Patrick Lange wünscht sich einen Showdown mit Jan Frodeno beim abschließenden Marathon um den Sieg bei der Ironman-WM auf Hawaii.

"Ich hoffe, dass ich gemeinsam mit ihm auf die letzten Kilometer gehen kann und wir uns einen großen Fight liefern", sagte der 33 Jahre alte Titelverteidiger aus Bad Wildungen in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Er könne das aus einer gewissen Entspanntheit heraus sagen, "denn ich muss das Rennen nicht gewinnen", betonte Lange. Der Hesse siegte in den vergangenen beiden Jahren beim wichtigsten Rennen im Triathlon. Bei seinem Triumph 2018 war er als erster Teilnehmer unter acht Stunden geblieben. Das gebe ihm eine gewisse Gelassenheit, sagte Lange.

Auch wenn er davor warnte, es "nicht völlig durch die deutsche Brille" zu sehen, hat auch er in Sebastian Kienle (35) den dritten deutschen Titelträger (2014) mit auf der Rechnung. Er hoffe, "dass es für uns nach Plan läuft, dass es zu einem deutschen Dreikampf kommt. Ich wüsste, Stand heute, auch nichts, was dagegenspricht."

Lange hält einen Rückstand von vier Minuten nach den 3,86 Kilometern Schwimmen und 180,2 Kilometern Radfahren auf Frodeno für eine gute Ausgangsposition. "Und etwa acht Minuten auf Sebastian wären wahrscheinlich auch noch aufzuholen, wenn ich den Marathon, wie in den vergangenen Jahren, wieder um die 2:40 Stunden laufen kann", sagte Lange.

Konkurrent Frodeno denkt auch im Fall eines Titeltriumphs auf Hawaii nicht an ein Karriereende. "Mit dem Gedanken aufzuhören, habe ich eher im letzten als in diesem Jahr gespielt", sagte der 38 Jahre alte Triathlon-Superstar der Deutschen Presse-Agentur. Er habe im vergangenen Jahr seine Leidenschaft für den Sport "am Streckenrand wieder neu entdeckt", betonte der vor einem Jahr verletzte Frodeno.

"Und ich habe gemerkt, dass ich noch nicht bereit bin, dort längerfristig zu stehen. Deswegen werde ich in jedem Fall auch im nächsten Jahr noch dabei sein", versicherte der Weltmeister von 2015 und 2016.

2017 hatte eine Rückenverletzung Frodeno beim WM-Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer gebremst. Vor einem Jahr konnte Frodeno auf Hawaii nicht starten, nachdem eine Stressfraktur in der Hüfte festgestellt worden war. Er war aber als Zuschauer und TV-Experte nach Kailua-Kona gereist.

Frodeno zählt seit vielen Jahren zu den absoluten Topathleten. Er gewann 2008 in Peking bei den Olympischen Spielen und ist damit noch immer der einzige Triathlet, der Olympia-Gold und Ironman-Gold holte. Er siegte zweimal bei der Weltmeisterschaft über die halbe Ironman-Distanz und wurde dreimal Ironman-Europameister. Zudem hält der gebürtige Kölner die Weltbestzeit (7:35:39) über die lange Distanz, aufgestellt im Sommer 2016 bei der Challenge Roth.

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