Mühlhausen. Startschuss der Rückrunde für die Mühlhäuser Damen in der Tischtennis-Regionalliga am Kristanplatz gegen München-Freimann. Posts Ukrainerin Elina Vakhrusheva zeigt sich hoch motiviert.

Während die beide Tischtennis-Profis des Post SV Mühlhausen, Daniel Habesohn (Österreich) und Ovidiu Ionescu (Rumänien), bei der Team-WM im südkoreanischen Busan weilen und mit ihren Nationalmannschaften gegen starke Konkurrenz um gute Platzierungen ringen, nimmt die Rückrunde für die übrigen Müntzerstädter Vertretungen am Wochenende so richtig Fahrt auf.

Der Fokus ruht vor allem auf den Post-Damen in der Regionalliga (Süd) und der Herren-Reserve in der Mitteldeutschen Oberliga. Die Postlerinnen starten mit viel Schwung aus einer Reihe sehr erfolgreicher Einzelwettbewerbe zu Beginn des Jahres in die zweite Saisonhälfte. Mit 13:5-Punkten liegt das Team von Kapitänin Annika Fischer auf Platz vier der Tabelle; allerdings ist der Abstand auf Primus SG Motor Wilsdruff (20:2) auf drei Minuspunkte geschmolzen. Der Staffelfavorit aus der Sächsischen Schweiz kam unlängst beim guten TSV Bad Rodach nicht über ein 5:5 hinaus.

Am Sonntag, ab 12 Uhr, haben die Mühlhäuser Frauen die Aufgabe, an eigenen Tischen gegen den ESV München-Freimann die Lücke weiter zu schließen. Und, die Postlerinnen dürften doppelt motiviert sein. Zum einen spielen sie erstmals 2024 vor eigenen Fans, zum anderen gab es in der Hinserie in München eine empfindliche 4:6-Niederlage. Dabei musste Denise Husung nach gerade überstandener Erkrankung beide Einzel kampflos abgeben; die Kraft hatte noch nicht ausgereicht. Zudem unterlagen Margarita Tischenko und Kira Kölling am Schluss des dramatischen Spiels jeweils knapp mit 2:3.

Am heimischen Kristanplatz kann das Trainer-Duo Michael Günzel und Matthias Windloff voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Sogar Elina Vakhrusheva könnte zum Einsatz kommen. „Meine Ziele sind ehrgeizig. Ich will alle Spiele absolvieren und besser sein, als in der ersten Hälfte. Natürlich ist das Streben nach einem Spitzenplatz da. Wir haben talentierte Spielerinnen und unsere Trainer vermitteln uns Selbstvertrauen und Entschlossenheit. Ich hoffe, dass unsere Heimspiele ähnlich viele Fans anziehen, wie es unsere Herren in der Bundesliga schaffen“, erklärt die ehrgeizige, wie sympathische Ukrainerin.

Ganz so rosig sieht es bei der zweiten Mühlhäuser Herren-Mannschaft indes nicht aus. Obgleich auswärts gleich doppelt gegen den SV Dresden-Mitte 1950 gefordert, hat der Zweite im Tableau einige personelle Sorgen zu überwinden. Samstag, ab 12 Uhr, geht es gegen die Dresdener Reserve; 16 Uhr wartet dann die wesentlich stärkere erste Garnitur der Sachsen auf die ambitionierten Postler. Gespannt sein darf man auf den Aufritt von Schüler-Nationalspieler Ivo Quett, welcher am vergangenen Wochenende das nationale Top 24 der Altersklasse 15 in beeindruckender Manier gewonnen hat.

In der Verbandsliga (Staffel West) will Tabellenführer Post Mühlhausen III einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg in die Thüringenliga gehen. Am Samstag, 15 Uhr, steht beim TSV 1891 Breitenworbis das große Eichsfeld-Unstrut-Hainich-Derby auf dem Programm. Das Hinspiel in Mühlhausen hatten die Postler überraschend klar gewonnen und gehen wieder als Favoriten ins Rennen.