Gera. Die erfahrenen Eisenacher Schwimmer trugen in Gera maßgeblichen zu den Siegen in der Gesamt- und Damenwertung bei. Ein Sporlter stand bei Einzelstarts gleich fünfmal auf dem obersten Treppchen.

Nach dreijähriger Unterbrechung erlebten die internationalen Gera-Masters im Schwimmen ihr Comeback. Die SG Westthüringen war stark vertreten und knüpfte mit dem Sieg in der Gesamtwertung da an, wo sie 2020 aufgehört hatte. Auch der Pokal in der Damenwertung ging mit deutlichem Vorsprung an die Schwimmerinnen der SG.

Singwald eilt von Sieg zu Sieg

Mit seinen Siegen über je 50 sowie 100 m Freistil und Brust sowie 200 m Freistil trug Jürgen Singwald (AK 65) maßgeblich zum Erfolg der Westthüringer bei. Auf viermal Gold brachte es Claudia Kröger (AK 45), während Anna Haueis (AK 35) der Konkurrenz bei ihren Starts über 100 m Brust, 200 m Lagen sowie 400 m Freistil keinen Stich ließ. Ebenfalls dreimal als Erster schlug Thomas Hollerbuhl (AK 70) am Beckenrand an

Angela Motschmann (AK 65) konnte wieder an ihre gewohnt guten Zeiten heranschwimmen und gewann damit Gold über 50 und 100 m Brust. In ihrem Jahrgang (AK 60) hatte sich Ilona Hünniger mit einer sehr starken Konkurrenz auseinanderzusetzen. Bei dem Test über eher ungewohnte Strecken für sie wurde sie am Ende über 50 m Rücken und Freistil sowie 100 m Rücken mit drei Silbermedaillen geehrt. Über eine Goldmedaille über 50 m Brust durfte sich Jana Geyer (AK 50) freuen wie auch über die silberne Plakette über die doppelte Distanz.

Denise Motschmann (AK 40) entschied sich bei diesem Event für die Sprintstrecken in allen vier Lagen. Hierfür wurde sie über 50 m Schmetterling mit Silber belohnt und über 50 m Rücken sowie Brust mit Bronze. Auf der Freistilstrecke verpasste sie mit Rang vier das Podium denkbar knapp. Ähnlich erging es Sabine Doht (AK 60) mit dem vierten Rang über 50 m Schmetterling. Anlass zur Freude gab aber ihr gutes Rennen über 50 m Brust, wofür sie die Silbermedaille überreicht bekam. Das Eisenacher Team wird verstärkt durch Carola Finke (AK 55) aus Bad Tabarz. Sie siegte über 400 m Freistil und holte Bronze über 50 m Schmetterling. In der AK 55 hatte auch Sandra Böhlke sich mit einer sehr starken Konkurrenz auseinanderzusetzen und sicherte mit Bronze über 50 m Brust weiteres Edelmetall für den ESSV ab.

Staffeln stocken Medaillenausbeute auf

Weitere Medaillen und Titel für die SG Westthüringern ergingen durch die Schwimmer des Erfurter SSC sowie des 1. SGV Mühlhausen: Jana Gräbner (AK 60), Andreas Schmidt, Enrico Lettrarie (beide AK 65), Andreas Wagner (AK 60), Frank Martin sowie Anton Rajewski (beide AK 55). Auch die sieben Staffelstarts stockten die Edelmetall-Ausbeute auf.

Während der Veranstaltung wurden drei deutsche Rekorde aufgestellt. Zwei verbesserte Christel Schulz von Optik Rathenow in der AK 80. Die 83-jährige olympische Bronzemedaillengewinnerin von Rom 1960 mit der gesamtdeutschen Freistil-Staffel schwamm neue Bestmarken über 50 Meter Schmetterling und 50 Meter Freistil auf.