Technik

Amazon zeigt Mini-Kameradrohne für zu Hause und TV-Sticks

Berlin.  Versandriese Amazon kündigt eine Reihe neuer Produkte an. Die kurioseste Überraschung ist ein fliegendes Sicherheitsgerät für die Wohnung.

Weltkonzern Amazon: Shopping, Filme und Logistik

Amazon startete 1994 als Buchhandel im Internet. Inzwischen bietet der Konzern alles, was sich kaufen und verschicken lässt: Gründer Jeff Bezos beschäftigt viele hunderttausend Menschen und ist der reichste Mann der Welt.

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Wenn es plötzlich im Zimmer leise summt, sollten Kunden des US-Versandhändlers Amazon in Zukunft besser nicht mehr gleich die Fliegenklatsche zücken. Denn statt eines lästigen Insekts könnte es die „Ring Always Home Cam“ sein, die gerade in der Wohnung ihre Runde dreht.

So heißt die Mini-Kameradrohne, die Amazon am Donnerstag neben einer Reihe weiterer Produkte angekündigt hat. Und dann könnte der Schlag ziemlich teuer werden. Rund 250 Dollar soll die fliegende Sicherheitskamera kosten, die 2021 zunächst in den USA erscheint.

Mini-Drohne von Amazon surrt auf Befehl durch die Wohnung

Die kleine Drohne erweitert die bestehende Palette an Sicherheits- und Überwachungsprodukten der Ring-Serie des US-Konzerns. Sie soll zu Hause etwa prüfen können, ob aus Versehen ein Fenster offen steht oder der Herd noch an ist.

Zunächst wirkt die Drohne wie unscheinbarer Würfel. Auf Befehl löst sich daraus eine fliegende Sicherheitskamera. Dann startet die Drohne hörbar zu einem Flug durch Haus oder Wohnung auf einem festgelegten Weg und filmt. So ist laut Amazon sichergestellt, dass das Gerät nicht zufällig im Bad oder im Schlafzimmer auftaucht.

Die Bilder werden auf das Smartphone des Besitzers übertragen. Das Gerät soll auch auf unvorhergesehene Geräusche oder Bewegungen reagieren können. Zudem kann das Gerät angeblich plötzlich auftauchenden Hindernissen ausweichen. Selbst steuern lässt sich die Drohne nicht.

Amazon Echo Show: Der Bildschirm dreht sich jetzt mit

Darüber hinaus hat Amazon weitere Neuerscheinung gezeigt und einige Produkte überarbeitet. Die bekannten Echo-Geräte mit der Sprachsteuerung Alexa bekommen eine Auffrischung. Der Echo Show, der vernetzte Lautsprecher mit Display für Videotelefonate, bekommt nun einen kleinen Motor und kann so das Display immer neu ausrichten, wenn sich der Besitzer durch das Zimmer bewegt.

Die normalen Echo-Lautsprecher ohne Display sollen ein rundes Design und besseren Klang erhalten. Der neue Echo erkennt jetzt – wie zuvor nur der größere Echo Studio – nach Angaben des Herstellers automatisch die Akustik innerhalb des Raumes und stimmt daraushin seine Soundwiedergabe ab. Außerdem fügt er sich nun besser in ein bestehendes Smart Home-Zuhause ein.

Die kleineren Echo Dots mit und ohne Uhr werden ebenfalls runder und erhalten verbesserten Sound. Alle neuen Echo-Gerät lassen sich bereits vorbestellen. Ausgeliefert werden sollen sie noch in diesem Jahr.

Videostreaming: Fire-TV-Sticks von Amazon aufgefrischt

Zum besseren Streamen von Filmen, Serien oder Videos hat Amazon zudem neue Fire-TV-Sticks vorgestellt. Die kleinen Geräte für den HDMI-Anschluss am Fernseher machen auch normale TV-Geräte internetfähig und ermöglichen Sprachsteuerung.

Die neuen Modelle sind schneller und bieten eine höhere Bildauflösung und -dynamik. Je nach Modell werden auch 4K-Fernseher unterstützt. Sie sind ab kommender Woche zu Preisen zwischen 29 und 58 Euro erhältlich.

In den USA bringt Amazon zudem – wie bereits etwa Microsoft mit dem Gamepass oder Google mit Stadia – einen eigene Gaming-Streamingdienst heraus. Amazon nennt diesen Luna. Damit lassen sich Spiele über das Internet streamen. Bei schneller Verbindung ist das in sehr guter Qualität möglich.

Somit ersparen sich Spieler eine moderne Konsole oder einen teuren Spiele-PC. Luna soll auch die Game-Controller der Playstation 4 und der Xbox One unterstützen. Ob und wann Luna nach Deutschland kommt, ist noch offen.

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