18. Bundesliga-Spieltag

Herthas Krise verschärft sich – Was wird aus Labbadia?

| Lesedauer: 4 Minuten

Berlin  Leipzig? Blamiert sich in Mainz. Leverkusen? Unterliegt Wolfsburg. Bayern? Lacht sich ins Fäustchen. Der Bundesliga-Rückrundenstart.

Niklas Stark von Hertha Berlin (re.) and Milot Rashica von Werder Bremen kämpfen um den Ball im Bundesligaspiel am Sonnabend in Berlin.

Niklas Stark von Hertha Berlin (re.) and Milot Rashica von Werder Bremen kämpfen um den Ball im Bundesligaspiel am Sonnabend in Berlin.

Foto: Maja Hitij/Getty Images

Bayern Münchens Verfolger haben zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bundesliga kräftig geschwächelt. RB Leipzig kassierte beim Tabellenvorletzten 1. FSV Mainz 05 eine 2:3 (2:2)-Pleite und verpasste es damit, bis auf einen Punkt an die Bayern ran zu kommen, die erst am Sonntag dran sind – beim Tabellenletzten FC Schalke 04.

Die Krise bei Hertha BSC hat sich nach einer weiteren Niederlage verschärft. Die Berliner mussten sich am Samstagabend im Olympiastadion Werder Bremen klar mit 1:4 (1:2) geschlagen geben. Die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia ist damit ungewisser denn je. Der ehemalige Herthaner Davie Selke (10. Minute) per Foulelfmeter, Ömer Toprak (29.), Leonardo Bittencourt (56.) und Joshua Sargent (78.) erzielten zum Rückrunden-Auftakt der Fußball-Bundesliga die Tore für Werder, das sich auf Platz zwölf vorschob. Für die Hertha konnte Jhon Cordoba (45.+2) in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nur verkürzen.

Auch Bayer 04 Leverkusen strauchelte. Im Werksduell verloren die Leverkusener mit 0:1 (0:1) daheim gegen den VfL Wolfsburg, der vorerst auf Rang vier kletterte vor Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose hatte Freitagabend Borussia Dortmund 4:2 zum Auftakt des 18. Spieltags bezwungen und den Westfalen den nächsten Dämpfer versetzt.

An einem torreichen Sonnabend rückte Eintracht Frankfurt durch ein 5:1 (3:1) bei Aufsteiger Armina Bielefeld auf einen Europapokalrang, der SC Freiburg bezwang Aufsteiger VfB Stuttgart mit 2:1 (2:1). Der 1. FC Union kassierte nach seinen Erfolgswochen durch ein 1:2 (1:1) beim FC Augsburg die zweite Niederlage nacheinander.

Die Torpremiere von Leipzigs Tyler Adams in der Bundesliga und die frühe Führung nach einer Viertelstunde ließ einiges verheißen. Statt eines Tor-Spektakel von RB folgte aber der Ausgleich der Mainzer durch Moussa Niakhaté (24.). Er war es auch, der die erneute Führung der Gäste durch Nationalspieler Marcel Halstenberg (30.) wenig später ausglich (35.). Erst ein Spiel gewann Mainz in dieser Saison (3:1 gegen den SC Freiburg am 22. November 2020) bis dahin – und ging nach der Pause sogar durch Leandro Barreiro (59.) in Führung. Leipzig war geschlagen.

Peter Bosz kriegt keine Konstanz in seine Leverkusener Mannschaft - so kann Bayer die Bayern nicht unter Druck setzen. Nur ein Sieg gab es in den vergangenen sechs Spielen. Die Schlappe gegen Wolfsburg war bereits die vierte in dem gleichen Zeitraum.

Für die Entscheidung sorgte Ridle Baku (35.). Die Niedersachsen sind nun punktgleich mit Leverkusen auf den Champions-League-Rängen.

Im Landesderby hat der SC Freiburg mit den drei Punkten fünf Zähler zwischen sich und Rückkehrer VfB Stuttgart gebracht. In der siebten Minute gingen die Breisgauer durch Silas Wamangituka in Führung. Den schnellen Ausgleich durch Ermedin Demirovic (14.) konterten die Gastgeber mit dem Treffer durch Wooyeong Jeong (37.).

Kurz vor der Pause vergab Nicolas Gonzalez mit einem alles andere als beherzten Elfmeter die Chance, wenigstens einen Punkt auf die kurze Heimreise mitzunehmen.

Erst das 0:1 gegen Leipzig, nun 1:2 in Augsburg. Mit zwei Toren sorgte FCA-Stürmer Florian Niederlechner (17., 47.) fast im Alleingang für die Niederlage der Unioner.

Zwischenzeitig hatte Marcus Ingvartsen (25.) ausgeglichen. Ausgerechnet er scheiterte in der 56. Minute an Ex-Union-Keeper Rafal Gikiewicz mit einem Elfmeter.

Für die Eintracht gehen die Erfolgswochen weiter. Torjäger André Silva (25.) leitete den fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen ein. Binnen weniger Minuten bestanden keine Zweifel am erneuten Erfolg: Ex-HSV-Profi Filip Kostic (27.) und erneut Silva (33.) legten nach. Nach dem Anschlusstreffer durch Sergio Córdova (36.) unterlief Bielefelds Joakim Nilsson (51.) nach dem Seitenwechsel ein Eigentor, ehe Luka Jovic (75.) für den Endstand sorgte.

Die Arminia verpasste durch die Niederlage den Anschluss an das Mittelfeld und bleibt 15. der Tabelle.