TV-Format

Raabs neue Showidee: Sänger-Casting ohne hörbaren Gesang

Berlin.  Stefan Raab plant eine neue Show: Kandidaten singen vor einer Jury – aber unter einer schalldichten Kuppel. Zu sehen bei ProSieben.

Dreht im Hintergrund immer noch am großen Showrad: Stefan Raab will Kandidaten unter einer schalldichten Kuppel singen lassen.

Dreht im Hintergrund immer noch am großen Showrad: Stefan Raab will Kandidaten unter einer schalldichten Kuppel singen lassen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Gerade erst hat er den „Free European Song Contest“ auf die Beine gestellt – jetzt macht Stefan Raab (53) mit einer neuen ProSieben-Musikshow von sich reden. Wieder ist es ein Casting-Format, doch die Idee hinter „FameMaker“ klingt kurios: Kandidaten singen unter einer schalldichten Kuppel.

Die Jury – bestehend aus den Comedians Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy Teclebrhan – muss sich allein anhand der Performance entscheiden, welches Talent sie coachen wollen. Erst wenn einer von ihnen den Hebel zieht, hebt sich die Kuppel.

Die Ausstrahlung ist im Herbst geplant. Zurzeit suchen die Produzenten noch Kandidaten für das Format.

Raab-Show soll auch mit Spaß am schiefen Gesang punkten

Angesichts des Regelwerks der Show kann es Überraschungen geben: Vielleicht klingt die beste Tänzerin oder der leidenschaftlichste Luftgitarrenspieler in Wirklichkeit wie ein wütendes Meerschweinchen oder wie Florence Foster Jenkins, die schlimmste Sängerin der Welt, die als „Königin der Dissonanzen“ in die Geschichte einging. „Hat der Kandidat seinen Song zwar gut präsentiert, aber keinen einzigen Ton getroffen, wird der Spaß umso größer“, freut sich ProSieben.

Zum Finale muss der „FameMaker“ mit seinem Kandidaten einen Auftritt in Szene setzen und einen Song produzieren, „der das Beste aus dem Talent herausholt – egal, wie gut er singen kann“, so der Sender. Am Ende stimmen die TV-Zuschauer live ab und küren so den Sieger.

Die Fotogalerie zeigt die Karriere-Stationen von Stefan Raab in Bildern:

Raab macht Mut: Er hätte sofort mitgemacht

Stefan Raab sagt als Produzent und Ideengeber zu seiner neuen Show: „Erfolg entsteht nicht auf den Stimmbändern, Erfolg entsteht im Kopf. Hätte es diese Show 1992 schon gegeben, hätte ich sofort mitgemacht. Denn singen konnte ich noch nie gut. Also, bewerbt euch!“

Zuletzt hatte Raab den „Free European Song Contast“ ins Leben gerufen – eine Reaktion auf die Absage des 65. Eurovision Song Contest wegen der Corona-Pandemie. Die Premiere fand Mitte Mai in Köln statt, moderiert von Conchita Wurst und Steven Gätjen. Für 2021 wurde noch während der Show eine zweite Ausgabe angekündigt. Lesen Sie dazu: Darum konnte Stefan Raabs „Free ESC“ nicht überzeugen

(dpa/zrb)