Kultfigur

„Picard“: Kult-Charakter kehrt in „Star Trek“-Serie zurück

Berlin.  Patrick Stewart kehrt nach 17 Jahren als Jean-Luc Picard zurück ins „Star Trek“-Universum. Wir geben alle Infos zur neuen SciFi-Serie.

„Picard“ bringt den „Star Trek“-Fans viele alte Bekannte zurück – allen voran Patrick Stewart, der nach 17 Jahren Pause wieder als Jean-Luc Picard zu sehen ist – und der unter anderem auch auf seine „Nummer eins“ William Riker (Jonathan Frakes) trifft.

„Picard“ bringt den „Star Trek“-Fans viele alte Bekannte zurück – allen voran Patrick Stewart, der nach 17 Jahren Pause wieder als Jean-Luc Picard zu sehen ist – und der unter anderem auch auf seine „Nummer eins“ William Riker (Jonathan Frakes) trifft.

Foto: CBS All Access / CBS

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  • Lange war Patrick Stewart nicht mehr im „Star Trek“-Universum zu sehen – 2002 hatte er zuletzt Jean-Luc Picard gespielt
  • In der neuen Serie „Picard“ feiert er nun sein großes Comeback
  • „Picard“ spielt 20 Jahre nach den Erlebnissen von Jean-Luc Picard aus dem Film „Star Trek: Nemesis“
  • Die erste Folge „Gedenken“ ist in Deutschland am 24. Januar bei Amazon Prime Video online gegangen
  • Es wird bereits an der zweiten Staffel gearbeitet – und es wird ein weiterer beliebter „Star Trek“-Charakter zurückkehren

Nach ziemlich genau 17 Jahren außerhalb des „Star Trek“-Universums ist Patrick Stewart (79) wieder auf die Reise durch unendliche Weiten gegangen. Mit „Star Trek: Picard“ ist weltweit eine neue Serie gestartet, die die Geschichte von einem der markantesten und beliebtesten Kommandeure der Weltraumsaga weitererzählt.

Wir erklären Ihnen, wie und wann Sie die Serie sehen können und geben Ihnen alle wichtigen Infos zur Entstehungsgeschichte, zur Handlung und zu den Darstellern.

Wo und wann kann man „Star Trek: Picard“ sehen?

Die Serie feierte in den USA Premiere. Beim Bezahlangebot „All Access" des Senders CBS startete „Picard“ bereits am 23. Januar.

Die Helden aus dem „Star Trek“-Universum

In Deutschland ging die Serie nur einen Tag später an den Start: am Freitag, 24. Januar. Das folgende Wochenende für Binge Watching zu nutzen, ist allerdings nicht möglich. Die zehn Episoden der ersten Staffel erscheinen wöchentlich nacheinander. Die Titel der bisher veröffentlichten Folgen:

  1. Gedenken
  2. Karten und Legenden

Während der letzte „Star Trek“-Serienstart („Star Trek: Discovery“) bei Netflix gefeiert werden konnte, erscheint „Picard“ in Deutschland exklusiv bei Amazon Prime Video, dem Streaming-Angebot, das Abo-Kunden des Online-Händlers Amazon zur Verfügung steht.

Wer noch kein Kunde von Amazon Prime ist, kann den Abo-Dienst für 30 Tage kostenlos testen oder für 7,99 Euro im Monat dauerhaft nutzen.

Wo setzt die Handlung in „Star Trek: Picard“ ein?

„Picard“ spielt 20 Jahre nach den Erlebnissen von Jean-Luc Picard aus dem Film „Star Trek: Nemesis“ (2002). Picard hat die Sternenflotte mittlerweile verlassen und ist jetzt nicht mehr im All zu Hause, sondern auf seinem Weingut. Alles scheint harmonisch, doch hinter Picard liegt eine düstere Zeit.

Patrick Stewart sagte im Interview mit CBS, die Atmosphäre der Serie sei nicht mehr die hoffnungsvolle aus „Das nächste Jahrhundert.“ Vielmehr ist es im Jahr 2399 eine der schwärzesten Perioden der Sternenflotten-Geschichte.

Eine Supernova ist zur lebensgefährlichen Bedrohung für das Volk der Romulaner geworden. Admiral Picard musste eine Massenevakuierung in der Flüchtlingskatastrophe anordnen und gleichzeitig einen Androidenaufstand auf dem Mars befrieden. Es herrschte Chaos, es gab sehr, sehr viele Tote. Picards Abschied von der Sternenflotte war mit Schmach und Vorwürfen verbunden.

Als allerdings 14 Jahre später, also zum Start von „Picard“, eine junge Frau bei ihm auftaucht und um Hilfe bittet, fasst Picard den Entschluss, das Winzer-Leben ruhen zu lassen. Auf Unterstützung der Vereinigten Föderation der Planeten kann er dabei nicht zählen, wie der Trailer nahelegt. Klingt nach inoffiziellem Alleingang, wie er so oft schon von „Star Trek“-Größen hingelegt wurde. Welche Gefahr er und seine Mitstreiter bannen wollen, ist zunächst nicht ganz klar.

Die Serie soll mehr bieten als Aufgewärmtes aus Zeiten der alten Serien. Patrick Stewart hat seinen Ausstieg aus „Star Trek“ nur unter der Voraussetzung rückgängig gemacht, dass sich die Figur Picard weiterentwickelt. „Wir haben außerdem viel gebettelt“, scherzte Produzent Alex Kurtzman. Stewart habe zunächst ein paar Mal „nein“ gesagt. Das allerdings habe die Ideengeber der Serie nur weiter angespornt, der Serie noch mehr Tiefe zu geben.

Alle Beteiligten betonen, dass dies durchaus gelungen sei. Darstellerin Alison Pill sagte im Interview mit CBS, Picard sei in der neuen Serie „eine neue, wahnsinnig einzigartige Version von etwas, das wir lieben“. Klingt durchaus nach großen Veränderungen – möglicherweise auch in Richtungen, die in mehr als 180 Serien-Folgen und fünf Kinofilmen noch nicht eingeschlagen wurden.

Wer spielt mit in „Star Trek: Picard“?

Auch das verrät der Trailer: Es gibt ein großes Wiedersehen mit Charakteren, die schon auf der alten Enterprise an der Seite von Jean-Luc Picard zu sehen waren – oder, wie in einem Fall, auf der U.S.S. Voyager. Folgende alte Bekannte treten in „Picard“ auf:

  • Jonathan Frakes als William Riker
  • Brent Spiner als Data (oder als sein Prototyp B4, der den Kinofilm „Nemesis“ in einem Stück überstand, während sich sein Nachfolgemodell opferte und das Raumschiff, auf dem er sich befand, in die Luft sprengte)
  • Jeri Ryan als Seven of Nine
  • Marina Sirtis als Deanna Troi
  • Jonathan Del Arco als Hugh

Erstmals ins „Star Trek“-Universum gebeamt wurden in der neuen Serie:

  • Alison Pill als Dr. Agnes Jurati
  • Harry Treadaway als Narek
  • Isa Briones als Dahj
  • Santiago Cabrera als Cristóbal „Chris“ Rios
  • Evan Evagora als Elnor
  • Michelle Hurd als Raffi Musiker

Wer hat „Star Trek: Picard“ produziert?

Mit Alex Kurtzman, Kirsten Beyer und Rod Roddenberry, dem Sohn von „Star Trek“-Erfinder Gene Roddenberry, gehörten erfahrene „Star Trek“-Schöpfer zum Produzententeam. Auch Jonathan Frakes und Patrick Stewart selbst waren beteiligt. Mit Michael Chabon schrieb ein Pulitzer-Preisträger an der Serie mit.

Die Musik stammt aus der Feder von Jeff Russo, der bereits „Star Trek-Discovery“ musikalisch untermalte und zuletzt auch für die aufwändige Apple-Serie „For all Mankind“ komponierte.

„Picard“- und dann? Wie geht’s weiter bei „Star Trek“?

Die Macher der Serie verrieten bereits, dass schon an einer zweiten Staffel von „Picard“ gearbeitet wird. In welchem Stadium sich diese Arbeit befindet, ist genauso unbekannt wie ein mögliches Premierendatum.

Eine prominente Personalie für die zweite Staffel wurde offenbar bereits vor laufenden Kameras geklärt: Patrick Stewart lud Whoopi Goldberg, die in „Das nächste Jahrhundert“ immer wieder als weise Beraterin Guinan auftrat, in der US-Show „The View“ ein, zu „Star Trek“ zurückzukehren – und die 64-Jährige willigte ein. Wie diese Rückkehr aussehen soll und wird, wurde noch nicht bekannt.

Fest steht auch, dass die Netflix-Serie „Star Trek: Discovery“ noch in diesem Jahr fortgesetzt wird. In einem Trailer, der auf der Comi Con in Las Vegas Anfang Oktober 2019 gezeigt wurde, wird die dritte Staffel der Reihe für 2020 angekündigt:

Weniger konkret sind die Planungen für den nächsten „Star Trek“-Kinofilm. Immerhin: Mit Noah Hawley wurde bereits ein hochkarätiger Drehbuchautor verpflichtet. Hawley schrieb unter anderem für die Serie „Fargo“ und entwickelte als Autor und Produzent die Serie „Legion“. Noch allerdings ist der US-Amerikaner mit anderen Projekten beschäftigt. Unwahrscheinlich, dass man 2020 noch viele weitere Informationen zu dem insgesamt 14. „Star Trek“-Kinofilm bekommt.

(br)

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