Ein Film als Geschenk an die Bleicheröder

Bleicherode.  „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“ feiert am 11. Februar Premiere im Kino der Kalistadt

Zu „Bleicherode - Der Film" mit Marion Mitterhammer und Hans-Günther Bücking gibt es nun erste Plakate und Einsichten in die Optik des Films.

Zu „Bleicherode - Der Film" mit Marion Mitterhammer und Hans-Günther Bücking gibt es nun erste Plakate und Einsichten in die Optik des Films.

Foto: Hans-Günther Bücking

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Auf diesen Tag fiebern die Bleicheröder schon lange hin: Am 11. Februar ist es endlich soweit. Und nein, dabei handelt sich dieses Mal nicht um die Bekanntgabe des neuen Prinzenpaares. Sondern am 11. Februar findet die Premiere für einen wohl einmaligen Film statt. „Lotti oder Bleicherode, der etwas andere Heimatfilm“, so lautet der endgültige Name des exklusiven Werkes, das im Kino der Kalistadt uraufgeführt wird.

Die Arbeiten für das Projekt befinden sich auf den Zielgeraden. „Momentan wird der Film in den Sunrock Studios in Brehme gemischt. Wenn alles gut geht, ist das Werk drei Tage vor der Premiere fertig“, berichtet Marion Mitterhammer, Darstellerin der Lotti. Besonders freut sich die Schauspielerin darüber, dass die Premiere genau ein Jahr nach Drehbeginn (TA berichtete) steigt.

Was im September 2018 mit einem zufälligen Treffen auf dem Bleicheröder Stadtfest seinen Anfang nahm, erlebt nun seinen Höhepunkt. „Der Zufall ist ein ganz großer Begleiter unseres Projektes“, betont Mitterhammer. Entstanden sei dabei ein Stück besonderes Kino, so die Protagonistin des Films. „Das Ergebnis ist hochprofessionell und sieht großartig aus. Unsere Darsteller sind durchweg sehr gut und fast nicht als Laien zu erkennen. Dies bestätigen auch die Leute, die den Film bereits gesehen haben. Es gab keinen Ausfall unter den Mitwirkenden, alle waren durch die Bank weg auf den Punkt da und haben ihre Rollen vor und hinter der Kamera großartig gemeistert“, so die erfahrene Filmemacherin. Dass Regisseur Hans-Günther Bücking für jeden Bleicheröder die richtige Rolle gefunden habe, trage zum Ergebnis maßgeblich bei.

Ausschließlich Laien am Filmdreh beteiligt

Marion Mitterhammer ist sehr froh darüber, die Erfahrung dieses besonderen Filmdrehs gemacht zu haben. „Einen Film nur mit Laien zu produzieren, ist meines Wissens einmalig in der Filmgeschichte. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich finde es bezaubernd, dass das fertige Werk ohne Vergleich dasteht.“ Aber die Österreicherin betont auch, dass es eine einmalige Sache bleiben wird. „Man darf Dinge nicht überstrapazieren, zumal wenn so viele Zufälle etwas so sehr prägen, wie unseren gemeinsamen Film“. Es brauche auch eine Portion Mut, Verrücktheit und Leidenschaft, um dieses Projekt zu beenden. Drehen sei das eine, aber es gehört noch viel mehr dazu, einen fertigen Film auf die Leinwand zu bringen.

Hans-Günther Bücking habe genau diese Leidenschaft und Verrücktheit. „Er ist besessen vom Filmemachen. Und er hat einen hohen Anspruch an sich und andere. Die Bleicheröder haben sich auf ihn verlassen und wurden nicht enttäuscht“, beschreibt Mitterhammer ihren Ehemann und Partner im Filmgeschäft.

In den sechs Wochen der Dreharbeiten, die Mitterhammer als großen Film-Workshop bezeichnet, sind viele Freundschaften entstanden. „Es gibt einige Leute, die auch nach dem Film bleiben werden, privat und beruflich“, ist sich die Österreicherin sicher. So gibt es auf jeden Fall eine weitere Zusammenarbeit mit Matthias Müller, vielen bekannt von der Gruppe Emma. „Matthias ist ein großes Glück für uns. Er ist für Musik und Ton beim Bleicherode-Film verantwortlich, und wir konnten seine Sunrock-Studios für viele Nacharbeiten nutzen. Und bei dem professionellen Film, den wir gerade in Graz drehen, übernimmt Matthias die Tonbearbeitung. Auch mit Alf Schneider werden wir weiter zusammenarbeiten“, erklärt Mitterhammer.

Auch wenn der Film eine kostspielige Angelegenheit ist, stand der Gewinn bei der Umsetzung des Projekts nicht im Vordergrund, sondern der Spaß an der Freude, etwas Außergewöhnliches gemeinsam auf die Beine zu stellen. Entstanden ist ein gleichermaßen herzlicher und berührender, aber auch derber 90-minütiger Film mit viel Humor. Und nicht zuletzt ist es ein feministischer Film, denn die Frauen haben in ihm das Sagen und gewinnen am Ende. „Das Raubein Bücking hat eine Hommage an die Frauenwelt gemacht“, freut sich seine Ehefrau.

Premiere am 11. Februar in Bleicherode

Nach der Premiere am 11. Februar wird es noch weitere Aufführungen geben, jeweils als geschlossene Veranstaltungen. „Da wir glauben, dass unser Projekt cineastisch interessant ist, werden wir versuchen, den Film auf Festivals zu bringen. Aus diesem Grund gibt es noch keine offiziellen Filmstart“, erklärt Mitterhammer. Der Film sei ein Geschenk des Paares an die Bleicheröder und Leute aus der Umgebung. „Denn für jeden ist es ein unglaublicher Moment, wenn man sich das erste Mal auf der Leinwand sieht. Und dies sollen unsere Darsteller jetzt erleben“, so die Schauspielerin.

„Wer bei der Premiere nicht dabei sein kann, dem kann ich nur empfehlen, sich den Film später anzuschauen. Seht, wie viel Potenzial in Euch steckt“, fordert sie die Bleicheröder auf. „Dieses Projekt, war das anstrengendste, was wir je gemacht haben. Das kann ich mit Fug und Recht behaupten“, resümiert die Schauspielerin auch im Namen ihres Mannes. „Film ist Hingabe und harte Arbeit. Irre und schön, dass es uns hier in Bleicherode gelungen ist, andere Leute für Film und Kino begeistern zu können. Wir haben den Film nicht für uns gemacht, sondern für die Bleicheröder. Rund 150 Menschen waren vor und hinter der Kamera am Film beteiligt. Mitterhammer fällt es schwer, einige davon herauszuheben. „Jeder Einzelne hat etwas für das Projekt und für die Bürger der Stadt getan.

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