Kommentar: Unglückliche Parallelen

Gerald Müller war beim famosen Ultra-Lauf dabei.

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Von Jena nach Leipzig? Nein, diese Entfernung ist zu kurz – das sind nur 85 Kilometer. Für einen Ultra-Wettkampf wie in Fröttstädt müsste es schon eine Strecke wie Erfurt - Weißenfels oder Nordhausen - Magdeburg sein. Hundert Kilometer im Laufschritt – was für eine Distanz! Manche bewältigen sie trotz 2100 Höhenmetern in acht Stunden – phänomenal!

Obwohl die Schinderei enorm ist, strömen jedes Jahr Frauen und Männer aus allen Gegenden Deutschlands (und darüber hinaus) in den kleinen Ort unweit von Waltershausen. Sie starten auch deshalb, weil die Atmosphäre so einmalig ist, die große Herzlichkeit der Organisatoren zur famosen Leistung der wackeren Ultraläufer passt. Die können trotz der heftigen Strapazen auch im gemütlichen Ziel noch kräftig feiern, sogar Hochzeit, wie dieser Samstag gezeigt hat.

Und es wären wohl noch deutlich mehr Teilnehmer gewesen, wenn nicht gleichzeitig der ebenfalls reizvolle Schneekopflauf stattgefunden hätte. Vor allem für jene, die sich in Fröttstädt gern als Duo oder Staffel-Quartett in die 100 Kilometer geteilt hätten, ist diese Parallele der Lauf-Ereignisse ärgerlich.

Doch das Wochenende stellt keinen Einzelfall dar: Oft gibt es Wettkampf-Überschneidungen in Thüringen – so konkurrieren im August beispielsweise der traditionsreiche Erfurt-Triathlon und der Marathon in der Landeshauptstadt, später das Jedermann-Radrennen anlässlich der Deutschland-Tour mit dem Rennsteig-Mountainbike-Ride.

Kollisionen dieser Art lassen sich nicht gänzlich vermeiden, aber durch eine bessere Abstimmung können sie zumindest verringert werden. Am Ende stünde ein Doppelsieg: für die Veranstalter und die Sportler. . .

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