Marion Walsmann: „Vorsitz steht derzeit nicht zur Debatte“

Erfurt  Umbruch in der CDU-Fraktion – der Kreisvorstand bleibt bis zum Parteitag.

CDU-Kreischefin Marion Walsmann wechselte vom Stadtrat nach Brüssel.

CDU-Kreischefin Marion Walsmann wechselte vom Stadtrat nach Brüssel.

Foto: Sascha Fromm

Mit Michael Hose hat die CDU einen neuen Fraktionschef im Stadtrat. Neben dem erfahrenen Thomas Pfistner als Stellvertreter haben mit Lilli Fischer und Juri Goldstein auch zwei junge Gesichter des Rates diese verantwortungsvolle Position nun bei der CDU-Fraktion inne. Deutet dies auch auf einen Umbruch bei der Kreis-CDU?

Die Kreischefin und frisch gewählte EU-Abgeordnete Marion Walsmann verweist darauf, dass sie für zwei Jahre gewählt sei und bis zum Ablauf der Zeit ihre Funktion mit voller Kraft ausfüllen werde. „Bis zum nächsten Kreisparteitag gibt es jede Menge zu tun“, so Walsmann, und meint damit auch die Sondierungen über mögliche Mehrheiten im Stadtparlament. Zudem stünden zuvor noch die Landtagswahlen an, bei denen sie als Kreischefin die CDU-Kandidaten unterstützen will. Ob sie aber im Winter erneut für den Vorsitz der Kreis-CDU antritt, ließ die Europaabgeordnete offen. „Das steht doch heute nicht zur Debatte.“

Dass sie nicht mehr für den Stadtrat kandidiert habe, lag an der Tatsache, dass sie dies als Abgeordnete des Europaparlaments nicht durfte. „Aber als EU-Abgeordnete braucht man eine Verwurzelung.“ Und da die Kommunen das geringste Mitspracherecht auf EU-Ebene hätten, sei es umso wichtiger, die Belange der Thüringer Städte und Kommunen zu vertreten.

Die Frage der zukünftigen Führung der Erfurter Christdemokraten beschäftigt ungeachtet dessen die Mitglieder. Sowohl Michael Hose als Fraktionschef und dessen Vorgänger Michael Panse betonen aber, dass vor Oktober, November das Thema keine Rolle spiele. Aber: „Was Michael Panse gemacht hat, ist eine vorbildhafte Entscheidung“, sagt Hose, der von Panse für den Vorsitz vorgeschlagen wurde. Michael Panse meint vorausblickend: „Die CDU tut gut daran, den Übergang so zu gestalten, wie es bei der Fraktion geschehen ist.“

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