Altersvorsorge

Renten-Revolution? CDU-Politiker fordern Systemwechsel

Berlin.  Teile der CDU wollen einen radikalen Wandel im Rentensystem: Nicht mehr das Alter, sondern die Beitragsjahre sollen entscheidend sein.

So sparen Rentner bei der Steuer

Seit 2005 müssen Rentner Teile Ihrer Rente versteuern. Doch Sie können viele Kosten angeben, um die versteuerbaren Einkünfte zu verringern und so am Ende Steuern zu sparen. Die Tipps im Video

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  • Wie kann die Rente reformiert werden? Teile der CDU setzen sich für einen radikalen Wandel bei der Rente ein
  • So soll das feste Eintrittsalter abgeschafft werden, stattdessen sollen die Beitragsjahre entscheidend sein
  • Und auch bei der Finanzierung der Alterssicherung streben die Christdemokraten Änderungen an

Ohne Abschläge in Rente ? In Deutschland müssen Arbeitnehmer dafür in der Regel ein bestimmtes Alter erreichen – bisher. Denn laut einer Empfehlung des CDU -Bundesfachausschusses „Soziale Sicherung und Arbeitswelt“ könnte sich das in Zukunft ändern.

Rente: Neuer Vorschlag aus der CDU

Entsprechende Pläne gibt es in der CDU schon länger – nun hat sich diesen auch der Bundesfachausschuss angeschlossen. Im Kern geht es dabei darum, dass Arbeitnehmer in Zukunft nicht mehr bei Erreichen eines bestimmten Alters in Rente gehen können. Im Fokus soll vielmehr die Zeit stehen, in der die jeweiligen Personen in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Lesen Sie hier: Das ändert sich bei der Rente 2021.

Um abschlagsfrei in Rente zu gehen, sollen Arbeitnehmer demnach 45 Jahre Regelversicherungszeit erbringen. Ausgangspunkt für die Berechnung der Versicherungszeit soll der Zeitpunkt des ersten sozialversicherungspflichtigen Arbeits- oder Ausbildungsvertrages sein beziehungsweise spätestens das Datum, an dem es keinen Kindergeldanspruch mehr gibt. Lesen Sie mehr: Rente: Eintrittsalter sorgt für große Probleme bei Pflege

Der Vorstoß wäre insofern ein Systemwechsel, als bislang das Alter den Ausschlag für den Renteneintritt gilt. Versicherte, die vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, können derzeit bei Vollendung des 65. Lebensjahres abschlagsfrei in Rente. Lesen Sie dazu: Rente mit 63 Jahren: Diese neuen Zweifel äußern Kritiker

In Rente gehen vor 63 Jahren – so wird es möglich
In Rente gehen vor 63 Jahren – so wird es möglich
  • Bei Versicherten der Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 liegt die Grenze zwischen 65 und 67 Jahren.
  • Wer 1964 und danach zur Welt kam, erreicht die Regelaltersgrenze dagegen mit Vollendung des 67. Lebensjahres.

Rente: CDU nimmt Finanzierung in den Fokus

Neben dem Renteneintritt nimmt die CDU mit ihren neuen Plänen auch die Rentenfinanzierung in den Fokus. Diese soll von einem reinen Umlagesystem, bei dem die aktuellen Auszahlungen an Rentner durch laufende Einzahlungen der Versicherten finanziert werden, auf ein zweigliedriges Modell umgestellt werden.

Dabei soll neben der Umlagefinanzierung ein Teil der Rente durch Anlage der Beiträge am Kapitalmarkt erwirtschaftet werden. Die Bundesregierung soll dafür einen Vorschlag erarbeiten. Als Idee ist dabei angedacht, unter dem Dach der Rentenversicherung eine Körperschaft des öffentlichen Rechts einzurichten, die einen Rentenfond aufbauen und verwalten soll.

Gegenüber der Deutschen Presseagentur zeigte sich Thomas Heilmann, CDU-Bundestagsabgeordneter und Sprecher des Bereichs „Zukunft der Arbeit“ der Christdemokraten von den Plänen überzeugt. Diese würden „ein Stück Ludwig Erhard in der gesetzlichen Rentenversicherung“ schaffen. Erhard hatte sich seinerzeit als Wirtschaftsminister für eine Kapitaldeckung der Rente eingesetzt.