Blankenhain-Trainer Wedekind:„Spielbetrieb nicht übers Knie brechen“

Blankenhain.  Fußball: Blankenhains Trainer Jochen Wedekind über einen Corona-Fall in seinem Team und die kurzfristige Zukunft von Punktspielen.

Jochen Wedekind, Trainer des FSV Grün-Weiß Blankenhain im Spiel gegen FSV Gräfenroda. Foto: Jürgen Scheere

Jochen Wedekind, Trainer des FSV Grün-Weiß Blankenhain im Spiel gegen FSV Gräfenroda. Foto: Jürgen Scheere

Foto: Juergen Scheere / TLZ

Das bislang letzte Punktspiel des FSV Blankenhain endete für den Kreisoberligisten am 1. November beim FSV Zottelstedt mit einem 2:0-Erfolg. Und mit Nachwehen. Denn ein Großteil der grün-weißen Kicker musste nach der Partie beim Mitabstiegskonkurrenten in häusliche Quarantäne, nachdem ein Spieler der Blankenhainer positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

„Wir haben uns beim Punktspiel an alle Hygieneauflagen gehalten, alle Spieler hatten bei der Besprechung vor dem Spiel eine Maske auf und wir hielten uns in Zottelstedt an das entsprechende Schleusensystem“, sagt FSV-Coach Jochen Wedekind, der nach dem positiven Befund vorsorglich gegenwärtig selbst in Quarantäne ging und dort bis zum 15. November auch bleiben wird: „Mir ist allerdings nicht bekannt, wie viele meiner Spieler ebenfalls in häusliche Quarantäne gehen mussten“, sagt der Trainer.

„Die Spieler waren nach dem Bekanntwerden des positiven Befundes beispielsweise in Jena und auch in Weimar beim Arzt. Wer was wie jetzt durchzieht, das entzieht sich meiner Kenntnis.“ Jedenfalls haben sich „alle, die sich testen lassen wollten, sich auch testen lassen“, beschreibt es der Trainer.

Dabei baut der sportlich Verantwortliche auch auf die Eigenverantwortung der Spieler, die gegenwärtig durch den erneuten Lockdown ohnehin weder gemeinsam trainieren noch um Punkte spielen können. Denn bekanntlich ist ein Trainingsbetrieb – wenn überhaupt – ohnehin nur dem Nachwuchs vorbehalten.

Der Blankenhainer Trainer ist auch ohne die jüngsten Ereignisse rund um sein Team nicht für eine frühzeitige Fortsetzung des Spielbetriebes: „Ich warne davor, die Spiele vorzeitig wieder anzusetzen.“ Die Lage sei immer noch so, dass ein geregelter Spielbetrieb eher unwahrscheinlich ist.

„Auch wenn man auf Landesebene darüber nachdenkt, wie und vor allem wann in den Landesklasse-Staffeln und auch in der Verbandsliga wieder gespielt werden könne, sollte man einen Spielbetrieb in der Kreisoberliga nicht über das Knie brechen“, sagt Wedekind, der ganz klar davon ausgeht, dass in diesem Jahr wohl nicht mehr mit Punktspielen in dieser Spielklasse zu rechnen ist: „Den Wettspielbetrieb im Dezember fortzusetzen, halte ich zu verfrüht.“