FC Carl Zeiss Jena: Baustellen nicht nur bei Fitness

Jena.  Die Ergebnisse des Fitnesstests beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena liegen vor: Aus den Resultaten zieht Trainer Dirk Kunert Konsequenzen.

Suchen noch neue Spieler: Sportdirektor Tobias Werner (links) und Trainer Dirk Kunert

Suchen noch neue Spieler: Sportdirektor Tobias Werner (links) und Trainer Dirk Kunert

Foto: Tino Zippel

Sportdirektor Tobias Werner hat gleich zum Start sein Meisterstück zu leisten: einen kompletten Neuaufbau, der nicht nur die erste Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena betrifft. Mehrere wichtige Personalentscheidungen stehen an.

Die Priorität liegt freilich darauf, eine schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga ins Rennen zu schicken. Noch arbeitet Trainer Dirk Kunert mit einem Minikader, der zudem höchst unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt. Nach dem Leistungstest am Montag hat das Labor in Köln über Nacht die Blutproben der Fußballer analysiert. Über die Ergebnisse will der neue Trainer nicht sprechen. Nur so viel dringt nach draußen: Es ist viel Luft nach oben.

Sicherlich waren aufgrund der Folgen der Corona-Pause keine Spitzenergebnisse zu erwarten. Einige Spieler standen seit vier Monaten nicht auf dem Feld. Konsequenzen aus den Resultaten zieht der Trainer. Zwar wird es keine zwei Trainingsgruppen geben. „Wir werden aber unsere Einheiten noch einmal umstellen“, sagt Kunert. Was er ändert, will er nicht konkret sagen: „Wir müssen sehr fleißig arbeiten.“

Unverhoffter Trainerwechsel

Fleißig arbeitet Sportdirektor Tobias Werner schon seit Wochen. Zumal sich auch Personalien eröffneten, die gar nicht als Baustelle vermutet waren. Christian Fröhlich (42) trainierte in der vergangenen Saison sehr erfolgreich die zweite Mannschaft, schloss mit dem Team auf dem ersten Platz ab und wurde nur durch die Quotientenregel vom Aufsteiger Luckenwalde verdrängt. Die Jenaer wollten den früheren Spieler auch gern halten, doch die Vorstellungen gingen zu weit auseinander. Bei den Verhandlungen fanden beide Seiten keine Einigung, wie Klubsprecher Andreas Trautmann auf Anfrage bestätigt.

Die Folge: Christian Fröhlich verlässt den FC Carl Zeiss Jena. Ex-Spieler Frank Berger (42) übernimmt die Funktion. An seine Seite rückt Maximilian Schlegel als „spielender Co-Trainer“.

Welche Aufgabe bekommt Kenny Verhoene?

Weitere Personalien warten auf ihre Klärung. Beispielsweise jene von Ex-Cheftrainer Kenny Verhoene. Klar ist, dass der 47-Jährige nach dem Intermezzo bei der ersten Mannschaft nicht den vakanten Trainerposten bei den A-Junioren zurückbekommt. Steht Ex-Aufstiegstrainer Heiko Weber, zuletzt beim ZFC Meuselwitz unter Vertrag, in Warteposition für diesen wichtigen Posten? Einst hatte Weber das Team trainiert und Werner als treffsicheren Stürmer gefördert.

Den sucht der heutige Sport­direktor auch noch für die neue Saison. Möglicherweise ergeben sich Perspektiven bei Spielern, die sich verspekuliert haben. Dem Vernehmen nach haben sich auch die Hoffnungen von Ex-Spieler Julian Günther-Schmidt bislang nicht erfüllt. Er hat keinen höherklassigen Verein gefunden, der ihn holen will. Torwart Jo Coppens hat hingegen beim Lillestrøm SK in der zweiten norwegischen Liga unterschrieben.