FC Carl Zeiss Jena: Spieler unter Beobachtung

Jena.  Wie Trainer Dirk Kunert die Fußballer des FC Carl Zeiss Jena im Home Office überwacht.

Dirk Kunert, Trainer des FC Carl Zeiss Jena.

Dirk Kunert, Trainer des FC Carl Zeiss Jena.

Foto: Tino Zippel

Der Cheftrainer des FC Carl Zeiss Jena, Dirk Kunert, begrüßt, dass Thüringen die Corona-Verordnung ändern will und er seine Spieler schon bald wieder zum Mannschaftstraining auf dem Feld begrüßen darf. „Ich habe sie gleich für Montag einbestellt“, sagt der Coach, der seinen Spielern aber ein gutes Zeugnis für die Zeit im „Home Office“ ausstellt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Wer mogelt, fällt auf

„Bei der Videoeinheit haben sie gut mitgezogen“, sagt der Trainer. Und auch bei den Läufen halten sich die Fußballer, die diesmal nicht in Kurzarbeit gehen mussten, an die Vorgaben des Trainerteams. Wer mogelt, fällt nämlich auf. „Sie müssen ihre Sensoren mit zum Laufen nehmen, die alle Daten aufzeichnen. Da kann sich keiner drücken“, sagt Kunert. Anhand der mitgeschnittenen Daten kann der Coach genau erkennen, wer in den Laufeinheiten an die Belastungsgrenze geht und alle Vorgaben erfüllt.

Hartes Programm nach Wiederaufnahme

Für die nächste Trainingswoche plant Kunert ein hartes Programm, weil das nächste Pflichtspiel frühestens am 25. November stattfindet - eine positive Entscheidung der ostdeutschen Sportminister vorausgesetzt. „Wir werden anfangs viel reinpacken, aber danach das Pensum dosieren, da anstrengende Wochen auf das Team warten“, sagt der Trainer, der noch immer mit den beiden Niederlagen vorm Lockdown hadert. „Dass wir davor sechs Spiele am Stück gewinnen, hatte uns auch keiner zugetraut.“ Dennoch ist der Spitzenreiter Viktoria Berlin weit entfernt. „Wir brauchen nicht auf andere zu schauen. Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen“, sagt Kunert und erinnert daran, dass alle Spieler unter Beobachtung stehen.

Denn bereits jetzt analysiert die sportliche Führung genau, wer sich empfiehlt. „Schon aus diesem Grund muss jeder Spieler, unabhängig von der Tabellensituation, Gas geben. Sie dürfen nicht vergessen, dass viele Fußballer aufgrund der Corona-Situation gar keinen Verein gefunden haben“, sagt Kunert.

Das könnte Sie auch interessieren: