Gothaer Anselm Rein sucht neue Herausforderung in Kanada

Thomas Rudolph
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Im dritten Jahr bei den Blue Volleys machte Zuspieler Anselm Rein erneut einen Sprung nach vorn.

Im dritten Jahr bei den Blue Volleys machte Zuspieler Anselm Rein erneut einen Sprung nach vorn.

Foto: Niklas Kubitz

Erfurt/Gotha.  Der aus Erfurt stammende Zuspieler der Zweitliga-Volleyballer Blue Volleys Gotha zieht für ein Studium nach Übersee.

Noch sind die Koffer bei Anselm Rein nicht gepackt. Dennoch ist die Vorfreude beim 19-Jährigen nicht zu übersehen. Nach drei erfolgreichen Spielzeiten bei den Blue Volleys Gotha sucht der Erfurter eine neue sportliche Herausforderung – und findet diese im rund 8000 Kilometer entfernten Kanada.

Bereits im Oktober des letzten Jahres traf die frohe Kunde beim jungen Zuspieler ein. Die Trinity Western University würde den Thüringer gerne in ihrem Team sehen, Stipendium inklusive. Ein Volltreffer für Rein, der sich aktiv bei Universitäten meldete und über eine Agentin erfolgreich vermittelt wurde. Die in der Nähe von Vancouver an der kanadischen Westküste gelegene Bildungsstätte verfügt nicht nur über perfekte Bedingungen zum Studieren, sondern stellt zugleich eines der stärksten Volleyball-Teams des Landes. In den letzten fünf Jahren wurde die Mannschaft dreimal kanadischer Meister – Erfolge, die Rein, der ein Studium des Bachelor of Science aufnehmen wird, gerne wiederholten möchte.

„Ich habe mich in den letzten drei Jahren in Gotha super wohlgefühlt, viel gelernt und mehrere Schritte nach vorn gemacht. Vor allem im Block und Aufschlag habe ich mich verbessern können. Dennoch war es für mich an der Zeit, eine neue sportliche Herausforderung anzunehmen. Ich wollte schon immer ein anderes Land samt Sprache kennenlernen. Da muss man sich auch mal verabschieden“, sagt Rein, der den Weggang vom VC Gotha dennoch auch mit einem weinenden Auge sieht. „Das war die schönste Zeit im Volleyball, der Verein ist mir ans Herz gewachsen“, meint er.

Infos über seine neue Wirkungsstätte holte er sich nicht nur über das Onlineangebot der Universität und Video-Meetings mit seinen neuen Trainern, sondern auch über seinen Mitspieler Clay Couchman und den früheren Gothaer Patrick Strzalkowski. Beide Kanadier rieten ihm dazu, die neue Herausforderung anzunehmen, zumal die Rahmenbedingungen passen.

Rein wird auf ein sehr junges Team treffen, da alle Spieler zeitgleich an der Universität studieren. Zwar wird ihm ein Routinier wie Gothas zweiter Zuspieler Hannes Maisch mit seiner Erfahrung fehlen und auch die Gegnerschaft jünger als die Kontrahenten in der 2. Bundesliga sein. Dennoch sieht Rein sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, um seinen späteren Traum, in der 1. Bundesliga zu spielen, wahr werden zu lassen. Ähnlich wie in der Bundesliga wird die Saison mit einer Vor- und Rückrunde gespielt, im Anschluss der Meister über Playoffs ermittelt.

Bis der Flieger Mitte August Richtung Kanada abhebt, will er aber die Zeit noch bestmöglich mit der Familie und Freunden genießen – und natürlich Beachvolleyball spielen. „Ich werde sicher ein paar Turniere mitnehmen, wenn es denn möglich ist.“