„Am 25. März 2026 wurde die Stadt Weißensee von einem schweren Großbrand erschüttert. Betroffen war ausgerechnet das Herz unserer Stadt, die historische Runneburg. Flammen und dichter Rauch standen über dem Gelände, während zahlreiche Einsatzkräfte unermüdlich gegen das Feuer kämpften, um zu retten, was zu retten ist. Für viele Menschen in Weißensee und der gesamten Region ist die Runneburg weit mehr als nur ein historisches Gebäude. Sie ist ein Wahrzeichen, ein Ort voller Erinnerungen, Geschichten und Begegnungen. Generationen von Menschen sind mit ihr aufgewachsen, mit Veranstaltungen auf dem Burggelände, Führungen durch die alten Mauern oder einfach mit dem Blick auf die beeindruckende Silhouette über der Stadt.“
Hilferuf in die digitale Welt
So wirbt Norman Hollmann auf der Plattform GoFundMe um Spenden für den Wiederaufbau des zerstörten Teils der mittelalterlichen Wehr- und Wohnanlage.
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Normann Hollmann (45) hat sich mit dem Aufruf nicht viel Zeit gelassen. Er ist selbst Feuerwehrmann in Weißensees Freiwilliger Feuerwehr und hat die Alarmierung zum Brand in Luxemburg erhalten und den stundenlangen Einsatz aus der Ferne miterlebt. Das Gesehene macht ihn betroffen. „Die Runneburg gehört zu den größten und bedeutendsten mittelalterlichen Burganlagen Thüringens. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte sie das Leben der Stadt und wurde zu einem Symbol für die Geschichte und Identität von Weißensee. Ihre Mauern haben Kriege, Zeiten des Wandels und viele Generationen überstanden“, schreibt er. Kaum zurück vom Einsatz hat er noch in der Nacht den Spendenaufruf formuliert und in die digitale Welt gesandt.
Burg ist mehr als ein Wahrzeichen der Stadt
Die Burg hat auch ganz private Bedeutung für den seit fast 20 Jahren im Kreis Sömmerda, in Günstedt, lebenden Hollmann. Vor vier Jahren hat er geheiratet, und zwar „dort oben auf der Burg“, sagt er. Mit der Familie, Frau und zwei Kindern, hat auch er immer wieder viel und schöne Zeit auf der Burg verbracht, unvergessliche Momente genossen. „Wir hatten da mal sogar eine Steinschleuder“, nennt er eine Highlight-Erinnerung neben Mittelalter- oder Weihnachtsmärkten und Festen. Er will, dass solche Erlebnisse möglichst schnell wieder möglich sind, ohne in eine klaffende Bauwunde schauen zu müssen.
„Der Brand hat tiefe Spuren hinterlassen. Teile der historischen Anlage wurden schwer beschädigt, und noch ist nicht vollständig absehbar, wie groß die Folgen wirklich sind. Was jedoch sicher ist: Der Weg der Sicherung, Restaurierung und des Wiederaufbaus wird lang und herausfordernd sein“, ist er sich sicher.
Gerade deshalb sei jetzt Zusammenhalt gefragt. „Die Runneburg ist ein Stück gemeinsames Erbe, nicht nur für Weißensee, sondern für die gesamte Region“, ist er überzeugt.
Initiator sichert hundertprozentige Zweckgebundenheit zu
Die Spendenaktion soll helfen, die ersten wichtigen Schritte zu ermöglichen: beschädigte Bereiche zu sichern, notwendige Maßnahmen einzuleiten und langfristig den Wiederaufbau zu unterstützen.
„Wir werden Sorge tragen, dass jeder gespendete Euro wirklich zweckgebunden und unmittelbar in den Wiederaufbau der Runneburg fließt“, verspricht Norman Hollmann.
Fast ein bisschen ungläubig schaut er zu, wie sich die Sache entwickelt. Die von der Plattform gesetzten Ziele, der Anfang lag bei 400 Euro, sind mit dem Geldzufluss längst nach oben korrigiert. Am Freitagmorgen haben sie sich auf 7000 Euro gesteigert und 4383 Euro sind mit 149 Einzelspenden schon eingegangen. So darf es gern weitergehen. Bis zum 24. Juni muss Norman Hollmann das zugeflossene Geld abgerufen und übergeben haben.
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„Jede Spende, egal ob klein oder groß, ist ein Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit mit diesem besonderen Ort“, heißt es in dem GoFundMe-Spendenaufruf.
Link zur Spendenaktion: www.gofundme.com/f/verheerender-brand-runneburg-in-weiensee





