Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Wir lassen alle paar Monate nachhaken: Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Wahl wäre? Die Sonntagsfrage ist ein Gradmesser. Generell gilt dabei: Wahlumfragen sind mit Unsicherheiten behaftet. Sie können allenfalls den Ist-Zustand abbilden. Und für jene, die sich mit Umfragen befassen, wird die Arbeit nicht leichter mit den Jahren, denn: Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.

Grundsätzlich spiegeln Umfragen das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge. Es ist daher umso erstaunlicher, wie nahe manches Ergebnis dem kommt, was an Wahlabenden abgerechnet werden kann. Gerade mit Blick auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in diesem Herbst scheint mir wichtig, dies noch einmal in Erinnerung zu rufen. g.sommer@tlz.de