Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Im richtigen Leben, wie ich das nenne, wäre so etwas unvorstellbar: Hass und Hetze gegen einen jungen Mann, der beim Abitur quasi die Maximalpunktzahl erreicht hat. Im richtigen Leben würde man dem Nachbarsjungen gratulieren. Freundlichkeit hilft im persönlichen Umgang immer weiter. Und als wir kürzlich Leserinnen und Leser gefragt haben, sprach sich eine Mehrheit für positive Nachrichten aus.

Im falschen, entmenschlichten Leben sieht das anders aus. Da schweigen die Neider nicht. Da werden sie ausfällig und gemein. Jüngst las ich, wie gegen einen jungen Mann im Netz gehetzt wurde, weil er die Schule hervorragend abgeschlossen hatte. Den Hassern gefiel offenbar nicht, dass ein Teil der Großeltern zugewandert war. Das ist ja für nicht wenige Menschen heutzutage offenbar schon Grund genug, zu eskalieren. Ich frage mich immer öfter, wo das wohl hinführt. Und die mögliche Antwort macht mir große Sorgen. g.sommer@tlz.de