Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Stellen wir uns vor, ein Kind würde sagen: Die Schule stresst mich. Und unsere Antwort wäre: Dann schaffen wir die Schule ab und geben dir die Gelegenheit, mit deinen Eltern zuhause zu lernen. Und nein, diese Eltern müssen keine Pädagogen sein. Es reicht, wenn sie selbst mal in die Schule gegangen sind. Und wenn sie versprechen, dieser Aufgabe gerecht werden zu wollen.
Bis vor kurzen hätte viele gesagt: Also so geht es ja nun wirklich nicht. Kinder haben ein Recht auf Bildung. Und zwar in geordneten Bahnen. Und der Schulbesuch darf nicht an den Eltern scheitern.
Heutzutage lässt sich damit Politik machen. Als ob sich abseits der staatlich anerkannten Schulen einer generell vermuteten Bildungskrise erfolgreich begegnen ließe. Eltern sind nicht die besseren Lehrer. Auch wenn sie das glauben. Und Kinder brauchen Kinder zum gedeihlichen Lernen auf ganzer Linie. g.sommer@tlz.de


