Der Vergleich von NSDAP und AfD durch Charlotte Knobloch berechtigt zum Appell: Wählt in den ostdeutschen Septemberwahlen demokratische Parteien!
Spätestens seit dem Hamas-Pogrom in Israel vom 7. Oktober 2023 sind Juden und nicht nur Juden verunsichert. Das ist das Ergebnis des weltweit organisierten israelbezogenen Antisemitismus. Er vereint rechte, muslimische und linke Antisemiten. Die staatliche Annäherung wichtiger arabischer Staaten und Israel führte bei extremen Antisemiten zu Torschlusspanik. Der Plan des Iran und seiner Werkzeuge Hamas, Hisbollah und Huthi zur Auslöschung des jüdischen Staates schien zu scheitern.
Solidarität schwindet und Antisemitismus wächst
Auch in Deutschland versiegte seit dem 7. Oktober 2073 die Solidarität mit dem jüdischen Staat bei gleichzeitiger Distanzierung von seinen jüdischen Bürgern in Deutschland. Selbst manche führende Politiker unserer demokratischen Parteien vergaßen die Sicherheit Israels als Teil deutscher Staatsräson. Auch in meiner SPD. In dieser Atmosphäre war das sprunghafte Anwachsen des Antisemitismus in Deutschland keine Überraschung.
Der wachsende zeitliche Abstand zum deutschen Nationalsozialismus und zur Shoah begünstigt überdies eine zunehmende Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft. Der einstige allmähliche Aufstieg des deutschen Rechtsextremismus unter Führung der NSDAP bis zum Völkermord scheint vergessen. Aber nicht bei den Zeitzeugen des Naziterrors wie bei Charlotte Knobloch!
Sie und ihre Mitstreiter verfolgen mit Ängsten die Entwicklung der heutigen, zunehmend rechtsextremen AfD.
Völkischer Nationalismus fußt auf Geschichtsverdrehung
Mit der Relativierung der einstigen nationalsozialistischen Verbrechen und mit der Bekämpfung unserer deutschen Erinnerungskultur begünstigt die AfD ihren eigenen allmählichen Aufstieg zur Macht in ganz Deutschland, um anschließend ihren völkischen Nationalismus auf Kosten anderer Völker und Minderheiten zu verwirklichen.
Der Vergleich von NSDAP und AfD durch Charlotte Knobloch zeigt die Parallelen in der Aufstiegsphase beider Parteien. Respektieren wir die verbliebenen Zeitzeugen wie Charlotte Knobloch mit ihren Erfahrungen, Leiden und Ängsten, indem wir unsere Wählerstimmen in diesem September in Ostdeutschland demokratischen Parteien geben.


