In der Kolumne „Unter uns gesagt“ wurde jüngst nach Erinnerungen an die Telefonie vergangener Jahrzehnte und vor dem Smartphone-Zeitalter gefragt. Ein Leser schreibt:
Über das Festnetz in früheren Zeiten teile ich Ihnen gern meine Erfahrungen mit. Ich bin ein im Jahr 1959 in Stuttgart geborener, im Kreis Calw aufgewachsener Neu-Thüringer seit 32 Jahren.
Mein Vater war bis 1978 in freier Mitarbeiterschaft als Vertriebsingenieur für verschiedene Firmen der Baubranche im süddeutschen Raum tätig. Die monatlichen Telefonkosten beliefen sich manchmal auf 1500 DM – heute unvorstellbar. Dies führte dazu, dass er häufig mehr als 30 Kilometer nach Stuttgart fuhr, um in einer der damals verfügbaren Telefonkabine einer Poststelle Anrufe zum Ortsnetztarif zu tätigen. Das half ihm bei der Reduzierung der Telefonkosten. Häufig wurden hier auch Anrufe nach 18 Uhr durchgeführt, denn dann galt der Abendtarif.

Ein weiterer Punkt waren die Telefonkosten - verursacht durch die pubertierenden Kinder. Hierfür gab es Abhilfemaßnahmen in Form von Schlössern, mit denen sich die Wählscheibe verriegeln ließ.
Arnulf Bührer, Gera
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