Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Es gibt schon länger Mitfahrbänke. Inzwischen verbreiten sich zudem weitere Sitzgelegenheiten der besonderen Art - und zwar Plauderbänke. Dort soll Platz nehmen, wer gerne ins Gespräch mit anderen Menschen kommen möchte. Und das Wort „plaudern“ soll signalisieren, dass hier nicht große Reden geschwungen werden. Vielmehr können vor allem Alltagsthemen angesprochen werden: Wie geht‘s? Wie steht‘s?

Manche Menschen haben niemand zuhause, mit dem sie reden können. Dabei geht es nicht nur um Alterseinsamkeit. Auch jüngere und sogar ganz junge Menschen vermissen oft nette Worte, ein gutes Gespräch. Es fehlen jene Begegnungen, die nicht in Forderungen oder Ablehnung münden. Auf der Bank ist kein Platz für Rechthaberei. Plauderbänke sind nicht teuer. Gemeinde können einfach ein Schild anbringen und aufklären, was es damit auf sich hat. Mehr braucht es nicht. g.sommer@tlz.de