Ein Leser schreibt zu Klimathemen in jüngster Zeit in dieser Zeitung unter anderem:

In einem umfangreichen Beitrag wurden die Erkenntnisse einer Erfurter Forschergruppe präsentiert, die sich mit der Diskrepanz befasst, dass viele Menschen etwas für den Klimaschutz tun wollen, aber nicht bereit sind dafür Geld auszugeben. Offenbar scheint es sich herumgesprochen zu haben, dass sich das Klima immer mal ändert, mittlerweile schon das vierte mal seit Christi Geburt. Die einseitige Fixierung auf das Kohlendioxid und damit auf die versuchte Rettung des Weltklimas kommt uns teuer zu stehen und das merkt jeder einzelne im Portemonnaie und zwar ohne dass er etwas davon hat. Hier passt ein leicht verändertes Zitat unseres ehemaligen Staatsratsvorsitzenden: „Den Klimawandel in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf“

Die Schäden, die bei uns entstehen, sind allerdings durchaus menschengemacht und jetzt ist das Geschrei groß, weil kein Geld mehr da ist. Dies wurde letztlich für die Rettung der Welt ausgegeben.

Erkenntnisse selbst über einfache Grundlagen, die wir, zumindest wir älteren, in der Schule gelernt haben, wurden missachtet. Wir kennen den Kreislauf des Wassers: Bevor es regnet, muss erst einmal etwas verdunsten. Wenn das Klima wärmer wird, verdunstet im Meer mehr Wasser und es sollte insgesamt mehr regnen. Wir stellen der feuchten Meeresluft aber erst einmal tausende Windräder entgegen und wundern uns, dass der Regen ausbleibt.

An Land sieht es nicht besser aus. Böden wurden zubetoniert und versiegelt, Bäche begradigt und verrohrt, Feuchtwiesen trockengelegt, das Grundwasser leergepumpt und das Stadtgrün zurückgedrängt. Unsere großen Flüsse sind mittlerweile Wasserautobahnen, in denen das Wasser mit hoher Geschwindigkeit unser Land verlässt. Wo soll da noch etwas verdunsten, frage ich mich - und wundere mich nicht, dass der Regen ausbleibt.

Auch die weitgehende Ablehnung des Heizungsgesetzes liegt nicht an der mangelnden Kommunikation, wie postuliert wird, sondern daran, dass die Leute rechnen können und wissen, dass man den enormen Bedarf an Elektroenergie im heutigen Deutschland nicht mal annähernd aufbringen kann. Wind und Sonne schicken zwar keine Rechnung, aber wenn es darauf ankommt auch keinen Strom.

Dieter Weiß, Jena

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