Ein Leser schreibt zum Wahl-Ausgang in Sachsen-Anhalt:

Wir erfahren, wie die Landtagswahl ausging, offen ist noch, wer das Land mit wem regieren könnte. Die Partei mit den meisten Stimmen und Sitzen im Landtag hat zu wenig Leute, die etwas können. Das leere Geschnatter von Chrupalla und Weidel hilft da nicht.

Wenn danach gefragt wird, wie die AfD so viele Stimmen erreichen konnte, sage ich frei heraus: Durch Lügen in jeder Form, und das so drastisch, dass sogar die rechten Parteien in Italien, Frankreich, Spanien und Benelux von der AfD abrücken, obwohl sie in Europa als Faschisten gelten. Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat recht, wenn er sagt: „In Polen können sich nur Idioten oder Verräter über den Triumph der AfD in Deutschland freuen.“

Die Sachsen-Anhalt-AfD lügt ja auch schon, wenn sie in ihr dürftiges Programm aufnimmt, was gar nicht von einem einzelnen Land entschieden werden kann; dazu zählen die Reform des Rundfunks und die Beziehungen zu Russland. Da ist auch bei mir Schluss, denn wer sich mit Putin, dem größten Verbrecher der Nachkriegszeit, gut versteht, ist selbst ein Menschenfeind. Ich glaube auch, dass sich das ändert, wenn die aus dem Westen hergelaufenen Parteibonzen sich migrieren. Sie werden viel mehr aus dem Hintergrund hervorkriechen, nicht mehr nur die Fäden ziehen, sondern die Politik bestimmen. Ist die AfD eine SED in neuer Form?

Gerd Behrens, Königssee

Ein Leser schreibt zum Ergebnis der Sachsen-Anhalt-Wahl unter anderem:

Sie wollen es einfach nicht wahrhaben. Warum drucken Sie das Bild mit einer ‚wahrheitsgetreuen‘ Berichterstattung in der Ausgabe vom 7. 9. von Seite 4, nicht auf Seite 1? So sieht Meinungsbildung aus.

In fast jedem Ihrer gewählten Sätze verbirgt sich ein von Ihnen interpretierter Frust gegenüber der AfD!
Glauben Sie tatsächlich, die Bürger in unserem Land sind so dumm und nehmen Ihnen das alles so ab?

Die parteipolitische Entwicklung in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. Verlierer werden auch zukünftig unfähige, als Volksparteien benannte, immer kleiner werdende und keinesfalls bürgernahe Gruppen sein.

Nehmen Sie diesen Missstand mehr als Grundlage Ihrer Kritik. Wenden Sie sich allerdings als Redakteure nach wie vor den Falschen zu, so bleiben Sie zeitnah auch mit den Printmedien auf der Strecke…
Und im Übrigen: Kein Mensch braucht Berichte über sogenannte CSD‑Demos. Und dies noch auf Seite 1.

R. Kraft, Gera

Anm. d. Red.: Die TLZ hat in der Montagsausgabe nach der Wahl auf dem Titel eine große Grafik gezeigt, um die Leserschaft – wie immer – auf einen Blick über das Ergebnis zu informieren. Die Überschrift lautete: „AfD siegt in Sachsen-Anhalt“. Die nächsten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin werden zeigen, wohin dort die Reise geht. Wir werden weiter frei über wichtige Themen berichten. Dazu zählen auch CSDs.

Leserbriefe sind keine redaktionellen Meinungsäußerungen. Wir behalten uns Auswahl und Kürzungen vor. Schreiben Sie bitte immer unter Angabe von Vor- und Zunamen, Adresse sowie Telefonnummer an leserbriefe@tlz.de