Eine Leserin schreibt – auch im Namen von Greenpeace Jena & Omas for Future Jena – über ein Problem, das es in vielen Städten gibt:
Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, wird sich der zahlreichen Zigarettenkippen, besonders vor Geschäften und an den Haltestellen, nicht erwehren können. Auch im nahegelegenen Paradies (Anm. d. Red.: in Jena), das zum Verweilen einlädt, ist der Anblick zahlreicher Zigarettenkippen rund um die dort aufgestellten Bänke störend.
Laut einer Langzeitstudie des Verbandes kommunaler Unternehmen (VUK) „… sind Zigarettenkippen und Take-away-Verpackungen die beiden am häufigsten unsachgemäß entsorgten Gegenstände.“ Die VUK-Studie aus dem Jahr 2016 verweist für Zigarettenkippen auf einen Anteil von circa 35 Prozent des Gesamtlitterings hin. Unter Littering ist das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum zu verstehen, ohne dass die dafür vorgesehenen Entsorgungsmöglichkeiten wie Mülleimer genutzt werden.
Dazu kommt, dass sich bis zu 4.000 schädliche Stoffe in einer Zigarettenkippe befinden. Diese eine Kippe kann mit ihrem Mix aus Toxinen bis zu 1.000 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen oder das Pflanzenwachstum negativ beeinflussen.
Damit alle Menschen saubere Straßen und Plätze vorfinden können, sollten fehlende „Aschenbecher“ beziehungsweise Abfallbehälter kein Hindernis sein. Es gibt die sogenannten Taschenbecher, das sind kleine tragbare Aschenbecher für unterwegs, die in dieser Situation wertvolle Abhilfe schaffen können.
Es geht nicht um die Verschmutzung allein, sondern um unsere Gesundheit und auch um zusätzliche Kosten. Und schlussendlich kann der Kommunalservice Jena (KSJ) allein das Problem nicht lösen.
Petra Jaros, Jena
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