Liebe Leserinnen, liebe Leser,

früher war klar: Nach spätestens 45 Jahren im Job ist Schluss. Finito. Rente. Ruhestand. Dann kam die seinerzeitige Reform mit dem Ziel „Rente mit 67“ ab dem Jahrgang 1964. Der Weg dorthin wurde für die Jahrgänge 1963 und älter in vielen kleinen Schritten über Jahre hinweg vorgezeichnet. Es gab eine Einigung auf eine Übergangsregelung, damit Menschen, die diese 45 Jahre früher erreicht hatten, eine Möglichkeit bekamen, abschlagsfrei vorzeitig aus dem Job auszuscheiden. Jetzt soll an der Schraube gedreht werden. Und zwar bei der Addition: Was wird bei den 45 Jahren rein- und was rausgerechnet?!

Kommen also ein paar Politiker auf die Idee: Lasst uns die Pflege- und Erziehungszeiten raus- oder geringer anrechnen. Trifft vor allem Frauen, die viel im Job gearbeitet und zudem die Sorgearbeit zuhause übernommen haben. Die einen nennen es gerecht, die anderen hinterhältig. Und Sie? g.sommer@tlz.de