Ein Leser schreibt:
Die Beiträge „Thüringer entgehen freie Tage“ auf der Titelseite und „Klare Kante: Freie Tage und ihr Mehrwert“ auf Seite 3 (beide vom 20.10.26) suggerieren, dass es bei staatlichen Feiertagen einzig und allein um freie Tage für Arbeitnehmer geht. Elena Rauch verwechselt hier Feiertage und Freie Tage. Es klingt zwar ähnlich, das „r“ steht aber an anderer Stelle im Wort, eben ein bisschen verrückt. Aber meint damit etwas völlig anderes.
Nun seien allen Arbeitnehmern genügend Urlaubstage, bezahlte Arbeitsunfähigkeitstage, Bildungstage und andere Freistellungen zuhauf gegönnt. Aber staatliche Feiertage nur auf „freie Tage“ zur persönlichen Erholung zur reduzieren, verkennt ihren Sinn völlig. Sie wurden zu unterschiedlichen Zeiten eingeführt, um Tage des christlichen Jahresfestkreises, geschichtliche Gedenktage oder gesellschaftliche Vereinbarungen eben „feierlich“ zu begehen. Sich zu treffen, Veranstaltungen zu besuchen, Botschaften zu diskutieren und zu aktualisieren, den Kitt der Gesellschaft, nicht des Individuums, zu erneuern. Am festgelegten Tag und nicht irgendwann wegen des „Freiausfalls“ nachgeholt. Wird dieser Sinn gesellschaftlich nicht mehr nachgefragt und gepflegt, wären alle Reformations-, Weihnachts-, Arbeits-, oder Einheitsfeiertage überflüssig.
Eckart Behr, Bad Sulza

Ein Leser schreibt zu einer Erinnerung, die offenbar täuscht:
Im Artikel von Ulrike Merkel war zu lesen, dass Pfarrer Michael Klein berichtete, im „Rockpalast“ die Rolling Stones gesehen zu haben.
Ich kann als ehemaliger Rockpalast-Zuschauer und Rolling Stones-Fan aber mitteilen, das die Rolling Stones NIE live im Rockpalast aufgetreten sind. Es waren höchstens Einspielungen oder Fotos der Stones zu sehen.
Frank Wiskandt, Jena
Anm. d. Red.: Der Leser hat recht, denn obwohl die legendäre WDR-Sendung über Jahrzehnte hinweg die größten Namen der Rockgeschichte auf die Bühne brachte, kam ein Konzert der Stones nie zustande. Der langjährige Rockpalast-Chef Peter Rüchel stand zwar immer wieder mal mit Mick Jagger in Kontakt, ein Auftritt ließ sich jedoch nicht realisieren, ergibt sich auf Nachfrage.
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