Ein Leser schreibt zur Endlagersuche und dem Kommentar, der „Ein bisschen Tempo, bitte!“ einfordert:
Gleich auf der ersten Seite der TLZ vom 28. Oktober steht ein eigentlich aufrüttelnder Kommentar der Journalistin Theresa Martus über ein hochaktuelles Problem: Es geht um die Suche nach einem Endlager für Tonnen von hochradioaktivem Müll. Noch ist dieser in mehreren Zwischenlagern eigentlich nur provisorisch untergebracht.
Wenn nach 500 Jahren die jeweiligen Behälter überprüft werden müssen, wird klar, was wir da zukünftigen Generationen jetzt bereits hinterlassen. Schließlich sollte die etwa eine Million Jahre abzusichernde Lagerzeit jedem vernünftigen Menschen klar machen, dass jegliche Forderung nach Wiederaufleben der Atomstrom-Produktion hochgradig verantwortungslos wäre. Hoffentlich könnten das auch einmal die Mitglieder und vor allem die Wähler der AfD einsehen, einer Partei, die dazu nachweislich wohl kein Konzept hat. Wie wissenschaftsfern das ist!
Im eingangs erwähnten Kommentar fordert die Journalistin mehr Tempo bei der ganz gewiss schwierigen Endlagersuche, die bereits seit 1977 andauere.
Johannes Bock, Weimar
Ein Leser schreibt unter anderem:
Nach dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) ist der Staat verpflichtet, für das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger Sorge zu tragen. Doch viele Menschen leiden unter Inflation, steigenden Mieten sowie höheren Energie- und Lebensmittelpreisen. Die Beschäftigten wehren sich dagegen und fordern höhere Löhne. Dadurch steigen die Arbeitskosten. Unternehmen der Exportindustrie nehmen dies zum Anlass, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Zu den Gewinnern der steigenden Lebenshaltungskosten zählen hingegen private Unternehmen, die von dieser Entwicklung profitieren.
Nach der Wiedervereinigung wurden über die Treuhandanstalt Tausende DDR-Betriebe privatisiert. In den folgenden Jahren wurden auch große Staatsunternehmen umstrukturiert und privatisiert, darunter die Deutsche Bundesbahn (1994) und die Deutsche Bundespost (1995), aus der die Deutsche Telekom, die Deutsche Post und die Postbank hervorgingen. Städte und Gemeinden verkauften in großem Umfang kommunale Wohnungsbestände, Stadtwerke, Krankenhäuser und Abfallbetriebe.
Das jetzige Reformpaket der Bundesregierung weise eine soziale Schieflage auf, kritisierte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Die Regierenden werden sich nur dann ernsthaft für mehr soziale Sicherheit einsetzen, wenn die Betroffenen dafür kämpfen und politischen Druck ausüben. Andernfalls könnte Frau Dr. Alice Weidel von der AfD nach der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2029 tatsächlich unsere Bundeskanzlerin werden.
Na, dann gute Nacht und kein Bett! Oder gibt es trotz alledem noch Hoffnung?
Stanislav Sedlacik, Weimar
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