Großer Bahnhof mit Besuch aus der Landeshauptstadt zu Wochenbeginn an der Grundschule Hohenebra im Kyffhäuserkreis, wo seit einem Jahr die Bauarbeiten zum Umbau und zur Sanierung der Schule laufen. Inzwischen sind die Abrissarbeiten beendet. Am Montag war mit der feierlichen Grundsteinlegung Startschuss für den Wiederaufbau.

Grundsteinlegung Staatliche Grundschule Hohenebra
Die Kinder der Grundschule Hohenebra mit Landrätin Antje Hochwind-Schneider, Infrastrukturminister Steffen Schütz und Bauleiter Nikolai Straßberger (von links) bei der Grundsteinlegung.© Fremdautor | Andrea Hellmann/Landratsamt Kyffhäuserkreis

„Es wird ein moderner Schulkomplex entstehen, der die Tradition des Standorts widerspiegelt und das Alte mit dem Neuen verbindet. Mit Schulgebäuden anforderungsgerechte, zeitgemäße und attraktive Lernumfelder zu schaffen, ist klarer Anspruch und Ziel unserer Schulbauförderung“, erklärte Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW). Rund 10 Millionen Euro investiert der Kreis in die Erweiterung und Modernisierung der Grundschule, unterstützt vom Land mit 5,4 Millionen Euro.

Schulcampus entsteht: Neubau verbindet alle Gebäudeteile

An der zweizügigen Grundschule werden derzeit rund 150 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Es handelt sich um einen Schulstandort mit mehreren Gebäuden. Der älteste Gebäudeteil ist aus dem Jahr 1929. Der Anbau in Plattenbauweise und die Sporthalle wurden 1984 erbaut. Das bestehende Schulgebäude weist Behördenangaben zufolge hinsichtlich Funktionalität und Gesamtzustand gravierende Mängel auf und bietet keine optimalen Lern- und Lehrbedingungen mehr.

Grundsteinlegung Staatliche Grundschule Hohenebra
Landrätin Antje Hochwind-Schneider, Bauleiter Nikolai Straßberger vom Landratsamt Kyffhäuserkreis, Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) und Hagen Höllering (hks Architekten, von links) beim Programm der Grundschüler.© Fremdautor | Andrea Hellmann/Landratsamt Kyffhäuserkreis

Im ersten Bauabschnitt werden die Bestandsgebäude mit der Turnhalle verbunden, die bisher über den Hof erreichbar war. Ergänzt werden sie durch einen eingeschossigen Neubau mit Mensa, Küche und Multifunktionsraum. Das neue Verbindungsgebäude erhält einen Fahrstuhl. Dadurch entsteht ein Schulcampus in Gestalt einer sogenannten „Hausschuh-Schule“, in der alle Bereiche ohne Verlassen des Gebäudes zugänglich sind. Die Gebäudeteile werden komplett neu gedämmt.

Schulhof wird neugestaltet und moderner Sportplatz entsteht

„Mit dem Umbau der Grundschule Hohenebra wird das historische Erbe der alten Dorfschule bewahrt und zugleich ein zeitgemäßer Lernort geschaffen, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird“, so Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD). „Hier entstehen moderne Räume, in denen Kinder lernen und sich bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten können.“

Im Anschluss an die Bauarbeiten sollen die Außen- und Freianlagen neugestaltet werden. Der Schulhof wird weitläufiger und teilweise mit neuen Spiel- und Sitzgelegenheiten ausgestattet. Auf einem bislang als Rasenfläche genutztem Bereich neben der Turnhalle soll ein Sportplatz neu angelegt werden. Der Schulgarten, der im Konzept der Grundschule eine große Rolle spielt, wird umverlegt. Dafür wurde Platz mit dem Abriss eines alten Nebengebäudes geschaffen. Das Schulgebäude erhält ein einheitliches und ansprechendes Erscheinungsbild.

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Die Arbeiten sollen im Sommer 2027 abgeschlossen sein. In einem zweiten Bauabschnitt ist schließlich die Sanierung der Sporthalle vorgesehen. Für die Dauer der Baumaßnahme lernen die Hohenebraer Grundschüler bereits seit diesem Schuljahr im Ausweichquartier im Gebäude der Privaten Fachschule für Wirtschaft und Soziales in Sondershausen. red