„Ich hab‘ mein‘ Hut in Eisenberg verloren“ (nach der Melodie von „Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren“) könnte Jobst Kühn von Burgsdorff singen, wenn er nicht so traurig wäre. Sein geliebter Jägerhut mit dem grünen Band und vielen Abzeichen kam ihm durch ein Missgeschick abhanden und ist bislang nicht wieder aufgetaucht.

Am 13. August, einem Donnerstag, kehrte von Burgsdorff gegen 8 Uhr vom Morgenansitz im Eisenberger Stadtteil Friedrichstanneck zurück, um seine Mutter zu besuchen. Dabei habe er den Hut auf das Dach seines Autos gelegt. „Ich fuhr weg und dachte nicht mehr daran“, rekapituliert der 60-Jährige. Wie er später erfuhr, habe ein motorisierter Bekannter den Hut in der Saasaer Straße in Höhe des Aldi-Marktes auf der Straße liegen sehen, sich aber nichts dabei gedacht. Erst Minuten später sei ihm eingefallen, dass er den Besitzer des Hutes kennt.

Hut ist seit 25 Jahren mit dabei

„Er machte umgehend kehrt, doch der Hut war nicht mehr da“, erzählt Jobst Kühn von Burgsdorff betrübt. Man könnte die Gefühlsregung als übertrieben bezeichnen, wenn die emotionale Bindung zu dem Kleidungsstück nicht wäre. „Der Hut begleitet mich seit 25 Jahren und ist mir in dieser Zeit sehr ans Jägerherz gewachsen“, sagt der Mann, den es wegen seiner Wurzeln regelmäßig nach Eisenberg ziehe. Erstanden hatte der diplomierte Forstwirt das gute Stück einst auf einer Jagdmesse.

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Vielleicht hat jemand den Hut gefunden und in seiner Gartenhütte neben den Trophäen drapiert. Für ausgeschlossen hält von Burgsdorff diese Möglichkeit nicht. Weil er seinen Jägerhut gern wiederhätte, lobt er eine Belohnung aus: „Wer mir den Hut bringt, erhält eine Rehkeule.“ Der ehrliche Finder oder die Finderin wird gebeten, den Hut beim Fundbüro im Rathaus der Stadt Eisenberg abzugeben und eine Telefonnummer zwecks Kontaktaufnahme zu hinterlegen.