Ein neuer Tennisplatz in Sondershausen mit allem Drum und Dran sollte es sein. Was aber nach fast einem Jahr Bauverzögerung fertig ist, ist zwar der Unterboden der Tennisplätze. Alles Weitere jedoch lässt weiter auf sich warten und schürt bei allen Beteiligten Enttäuschung. Im Oktober 2025, so der Plan, sollte die neue Anlage fertig übergeben werden. Vorsichtige Prognosen gehen nicht einmal davon aus, dass es in diesem Jahr überhaupt noch etwas wird.
„Wir bedauern in besonderem Maße, dass sich die Fertigstellung der Tennisanlage erneut verzögert. Nach dem bisherigen Verlauf der Maßnahme ist das für uns besonders ärgerlich. Die eigentlichen Tennisplätze sind inzwischen spielbereit. Offen sind im Wesentlichen noch die Pflasterarbeiten im Bereich der Zufahrt sowie die abschließende Herstellung der Zaun- und Toranlage, damit das Gelände wieder vollständig gesichert und abschließbar ist“, teilte Janine Skara, Pressesprecherin der Stadt Sondershausen, mit.

Die Stadt Sondershausen hat in den vergangenen Monaten immer wieder auf eine fachgerechte Ausführung und zügige Fertigstellung gedrängt. Bereits bei der Tragschicht waren erhebliche Abweichungen von den vertraglich vereinbarten Anforderungen festgestellt worden. Das Material musste deshalb vollständig zurückgebaut und ersetzt werden.
Die Hoffnung schwindet von Tag zu Tag.
Karsten Günther, zur Bauverzögerung an der Tennisanlage
„Die damit verbundenen technischen Abstimmungen und Nacharbeiten haben den Bauablauf erheblich verzögert“, so Skara weiter, die wie Bürgermeister Steffen Grimm wenig Verständnis für den jetzigen Zustand hat: „Umso unverständlicher ist für uns, dass nun auch die noch ausstehenden Restarbeiten nicht wie vereinbart abgeschlossen werden. Die Stadt steht hierzu mit der ausführenden Firma in Kontakt und drängt auf eine schnellstmögliche Fertigstellung. Auf den konkreten Zeitpunkt der Ausführung haben wir derzeit allerdings nur begrenzten Einfluss, da die noch offenen Arbeiten durch die Baufirma umgesetzt werden müssen.“

Für die Stadt sei eins klar: Die Nutzerinnen und Nutzer haben lange genug auf ihre sanierte Sportstätte gewartet. Deshalb wird sie weiterhin mit Nachdruck darauf hinwirken, dass die verbleibenden Arbeiten schnellstmöglich erledigt werden und die Tennisanlage vollständig und dauerhaft nutzbar ist.
Tennisverein rechnet nicht mehr mit Fertigstellung 2026
Auch vom Hauptnutzer, dem Tennisverein Blau-Weiß Sondershausen, ist das Verständnis für die Verzögerung nicht vorhanden. „Die Hoffnung, dass es noch dieses Jahr fertig ist, schwindet von Tag zu Tag. Die Stadt ist wahrlich sehr bemüht und steht mit uns in regem Austausch. Aber letztendlich können wir alle nur warten“, sagte Karsten Günther, Vorsitzender beim Tennisverein.
Günther und seine Vereinskollegen haben auf den Plätzen gespielt und sie für sehr gut befunden. „Das Spielfeld ist super. Es macht sehr viel Spaß, darauf zu spielen, und ist gelenkschonend.“ Wenn da nicht das Problem mit der Fertigstellung wäre.



