Alle zwei Jahre ist das kleine Engerda mit seinen 300 Einwohnern das Epizentrum des Triathlons im Landkreis: Denn dann ist das Zentrum des kleinen Ortes im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt das Ziel des Hexengrund-Triathlons, der am Samstag, dem 12. September, bereits zum neunten Mal stattfindet. Nach Angaben der Veranstalter haben sich mit 150 Startern 2026 so viele Sportlerinnen und Sportler wie noch nie angemeldet, die in diesem Jahr an und nicht in der Talsperre Engerda starten. Denn die Stauanlage am Mittellauf des Wiedbachs im Hexengrund ist schlichtweg zu gefährlich.
Sportler zeigen Verständnis für Entscheidung
„Durch viele Blaualgen können wir das erste Teilstück des Triathlons, das Schwimmen, nicht durchführen“, sagt Rene Luge vom Veranstalter. Und diese können durch freigesetzte Gifte gesundheitsschädlich für den Menschen sein. Damit wird der eigentliche Triathlon zum Duathlon, werden die Akteure nur Rad fahren und dann auf die Laufstrecke wechseln. Luge und sein Orga-Team sahen sich trotz der schon recht langen Tradition des Breitensport-Events dabei erstmals zu so einem Schritt gezwungen. „Erfreulicherweise haben es die Starter zur Kenntnis genommen, Verständnis gezeigt und ihre Teilnahme nicht abgesagt“, so Rene Luge, der bei den Männern mit Lars Fricke aus Apolda den Titelverteidiger ebenso begrüßt wie die mehrfach erfolgreiche Triathletin Tina Mück aus Jena.

Währenddessen denkt das Orga-Team darüber nach, wie man künftig das Algen-Problem in den Griff bekommen kann: „Es ist vorstellbar, dass wir den Jubiläums-Triathlon in zwei Jahren bereits im Frühjahr organisieren“, sagt Rene Luge. Und man dadurch den gesundheitsschädlichen Algen zuvorkommt. Denn ob man gegen die Naturgewalt – Blaualgen bilden sich vornehmlich in den Sommermonaten – anders ankommt, ist zweifelhaft.
Samstag, 14.30 Uhr: Hexengrund-Duathlon, Talsperre Engerda


