Was für eine Kinowoche! Nach den eher dürren Sommerwochen starten jetzt so viele interessante Filme auf einmal, dass die Zuschauer die Qual der Wahl haben. Nicht verpassen darf man „In die Sonne schauen“, ein echter Ausnahmefilm made in Germany. Aber auch die Kultregisseure Darren Aronofsky und Francois Ozon präsentieren ihre neue Werke. Und dann gibt es noch eine Fortsetzung und ein Remake mit bekannten Filmfiguren. Hier die Tops und Flops im Überblick:

  • „In die Sonne schauen“

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In Cannes gewann der Film den Preis der Jury, nun soll er für Deutschland auch den Auslands-Oscar holen. Viel Lorbeeren für diesen Film. Aber Mascha Schilinskis Werk ragt auch wirklich einsam aus der deutschen Filmproduktion heraus. Ein zweieinhalbstündiges Puzzle um vier Mädchenschicksale auf einem einsamen Bauernhof in der Altmark, wobei verdrängte Traumata über Jahrzehnte nachwirken. Nichts weniger als ein Meisterwerk, das nun endlich ins Kino kommt.

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Über den Film und seine lange, schwierige Entwicklungsphase, die sich über vier Jahre erstreckte, haben wir mit der Regisseurin in Berlin gesprochen:

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  • „Caught Stealing“

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Kultregisseur Darren Aronofsky steht für schräge Dramen wie „Black Swan“ oder „The Wrestler“. Eine Komödie gab es von ihm bisher noch nicht. Das holt er jetzt nach mit diesem schwarzhumorigen Thriller im New York der neunziger Jahre, wo ein armer Loser plötzlich von allen Gangstern der Stadt und auch noch von einer Polizistin gejagt wird. Ein Katz- und Maus-Spiel, bei der auch eine echte Miezekatze ständig gerettet werden muss.

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Aronofsky reiste auch eigens nach Deutschland an, um seinen Film in Berlin vorzustellen. Dort haben wir mit ihm gesprochen:

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  • „Wenn der Herbst naht“

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Sie ist eine liebevolle Omi, die keiner Fliege was zu leide tun kann. Oder hat sie ihrer Tochter absichtlich Giftpilze vorgetischt? Immerhin hat die Seniorin eine bewegte Vergangenheit, die ihre Tochter ihr immer vorgeworfen hat. Jetzt will sie ihr sogar noch den Umgang mit ihrem Enkel verbieten. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. Wobei Francois Ozon in seinem jüngsten Werk alles offen hält. Und genau diese Leerstellen sind am interessantesten.

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  • „Die Rosenschlacht“

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„Der Rosenkrieg“ war 1989 ein großer US-Kinohit, als Kathleen Turner und Michael Douglas sich einen Scheidungskrieg de luxe lieferten und dabei nicht nur ihr herrliches Anwesen zerstörten. Nun gibt es eine Art Remake mit den Briten Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch. Aber es braucht lang, bis die titelgebende Rosenschlacht in Gang gesetzt wird. Und die ist allzu kurz.

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  • „Die Gangster Gang 2“

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Und noch ein bekannter Topos. Die animierte Gangster Gag mischte vor drei Jahren die Kinoleinwand auf. Und war brüllend komisch und knallbunt. In der Fortsetzung wollen Mister Wolf und seine Mitstreiter nun zur ehrlichen Haut mutieren. Aber das ist gar nicht so leicht, wenn es noch eine andere Gang gibt, die einen zum Komplizen zwingt. Da wird viel gefeixt, viel gefightet und, ja auch das, gefurzt.

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  • „Bride Hard“

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Hochzeiten sind einfach zu schön. Und zu perfekt. Weshalb ihnen im Kino immer gern in die Parade gefahren wird. So auch in diesem Fall, in dem eine Hochzeitsgesellschaft von brutalen Gangstern überfallen wird. Die aber nicht ahnen können, dass die Brautjungfer eine wenig zimperliche Agentin ist, die bald die Wumme zückt. Eine schräge Mischung aus „Stirb langsam“ und „Hochzeitsalarm“, die allerdings nicht recht aufgeht. Trotz Rebel Wilson in der Hauptrolle. Das hat man alles schon oft und besser gesehen.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_2808_ba.jpg© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

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