„Die Arbeit ist grandios“, sagt Gitta Heil, Kuratorin der Höhler Biennale Gera, über die „Haus-Frauen“ von Tanja Pohl. „Sie glauben nicht, was diese Arbeit für ein Echo bei den Besucherinnen hervorgerufen hat.“ Die Greizerin Tanja Pohl hat in ihrer Installation gefesselte Polyester-Torsi ins Schwarzlicht gesetzt. Eine geschundene Figur scheint der Gefangenschaft entkommen zu sein.
Tanja Pohls Installation für die Höhler Biennale setzt sich mit der Rolle der Frau auseinander
Pohls „Haus-Frauen“ haben den Hauptpreis des Deutschen Installationskunstpreises der 12. Höhler Biennale mit einem Preisgeld von 3000 Euro gewonnen. Die Thüringerin setzt sich in ihrer Arbeit mit der Unterdrückung der Frau im 21. Jahrhundert auseinander.

Sonderpreis des Deutschen Installationskunstpreises wurde gesplittet
Der mit 2000 Euro dotierte Sonderpreis wurde gesplittet: Matthias von Hintzenstern aus Kühdorf (Landkreis Greiz) wird für seine Installation „… es ist fünf nach 12 …“ ausgezeichnet, die eine imaginäre Lady im Schwarzlicht zeigt. Über Smartphone hört sie Nachrichten von Naturkatastrophen und Kriegen. Die zweite Sonderpreisträgerin Ellena Olsen aus Berlin schuf aus Fundstücken ihr Werk „Shelter 25“ – drei Höhlerhunde, die das Thema Haustierhaltung kritisch aufgreifen.

Der Publikumspreis (1000 Euro) geht an Clivia Bauer aus Arnstadt und ihr Werk „Stringers“.

Die Preise wurden am Freitag zur Finissage der Höhler Biennale in der Sparkasse Gera-Greiz überreicht.


