Ihre thüringischen Wurzeln sind Schauspielerin Karoline Schuch nach eigenen Worten durchaus wichtig. Sie habe den Eindruck, „dass sich Ostdeutsche, wo immer sie aufeinandertreffen, so eine Art mentales High Five geben. Auch, um sich ihrer Verbindlichkeit zu versichern“, sagte Schuch. Sie sei kurz nach dem Abitur von Jena nach Köln gezogen – und habe sich dort an eine ganz neue Mentalität gewöhnen müssen.

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So sei es neu für sie gewesen, dass „die Frage “wie geht's dir?' gar keine ehrliche Antwort erfordert, sondern bloß Smalltalk, mit dem ich damals überhaupt noch nicht umgehen konnte„.

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Bei Filmfestivals in Städten wie Weimar spüre sie dagegen eine Wärme, „die im Westen seltener ist. Deswegen empfinde ich es als echten Aufbruch, dass solche Filmfestivals jetzt endlich mal im Osten stattfinden. Und ich versuche den Standort auch als Produzentin zu fördern, wann immer es geht.„

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Staffel Zwei von „Oderbruch“ – Gegend fasziniert

Schuch ist ab Freitag in der zweiten Staffel der Mystery-Serie „Oderbruch“ im Ersten zu sehen. Sie spielt darin die Kommissarin Maggie Kring, die einen Fall aufklären soll und von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

Sie kenne „beide Systeme“, sagte die 44-Jährige mit Blick auf ihre Geburt in der damaligen DDR. „Die Zeit vorm Mauerfall wurde aus meiner Sicht allerdings ausreichend erzählt. Das weitaus größere dramaturgische Potenzial liegt in der Gegenwart meiner Generationen. Und dass es bis heute weithin ungenutzt bleibt, ist ein strukturelles Problem unserer Branche“.

Serie beleuchtet Kriegsspuren und Naturgewalten an der Grenze

Bei den Dreharbeiten habe sie die Gegend an der deutsch-polnischen Grenze „aufs Neue sehr faszinierend“ gefunden, sagte die Darstellerin.

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In der Serie gehe es sowohl um Spuren des Zweiten Weltkriegs als auch die Fluten, „die das Land an der früheren Grenze des Ostens zum Westen seit Jahrhunderten schon regelmäßig überschwemmen“. Daher sei besonders interessant, dass das Format „nicht nur in Seelen, sondern in Böden gräbt“.