Wie entstand die Marke „Rembrandt“? In Kassel wird dieser Frage in einer Sonderausstellung zu dem niederländischen Meister Rembrandt van Rijn (1606-1669) nachgespürt. Im Mittelpunkt der Ausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ im Schloss Wilhelmshöhe steht Rembrandts Schlüsseljahr 1632 – das Jahr seines Umzugs von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam. 

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Präsentiert wird die Ausstellung von Hessen Kassel Heritage (HKH). Die hessische Landeseinrichtung verfügt über eine der größten Rembrandt-Sammlungen in Deutschland. Durch die langwährende Auseinandersetzung mit Rembrandt sei Kassel unweigerlich zu einem Kompetenzzentrum für den niederländischen Künstler geworden, sagte HKH-Direktor Martin Faass bei einem Presserundgang durch die Ausstellung. „In diese Auseinandersetzungen reiht sich nun auch die jetzige Ausstellung ein.“ 

Zahlreiche nationale und internationale Leihgaben

Der Ortswechsel des wohl berühmtesten alten Meisters niederländischer Kunst nach Amsterdam markierte laut Faass den Beginn seines überregionalen Erfolgs und leitete eine neue Phase seiner Karriere ein. 

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Er arbeitete in der Werkstatt von Hendrick van Uylenburgh, gewann neue Auftraggeber und entwickelte bewusst ein wiedererkennbares künstlerisches Profil. Erstmals signierte er mit „Rembrandt“ – der Beginn seiner eigenen Marke.

Museum Schloss Wilhelmshöhe
Besucher genießen im Unesco-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe vor dem Museum Schloss Wilhelmshöhe das schöne Wetter. © Swen Pförtner/dpa | Swen Pförtner

Die Ausstellung, die vom 8. Mai bis 9. August läuft, zeigt neben Gemälden aus dem Fokusjahr 1632 auch Vorstudien, Varianten und Werkstattkopien, die Rembrandts stilistische Entwicklung und seine Arbeitsprozesse sichtbar machen. Internationale Leihgaben aus Amsterdam, Berlin, London, Stockholm und Wien ergänzen die Kasseler Sammlung. 

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Die Liste der Leihgeber kennzeichne die Ausstellung als herausragend, sagte Faass. Insgesamt stellen laut HKH 25 Leihgeber 49 Leihgaben zur Verfügung. Dazu werden rund 20 Arbeiten allein aus der Gemäldegalerie Alte Meister von Hessen Kassel Heritage zu sehen sein. Es würden wichtige Arbeiten erstmalig gemeinsam in einer Ausstellung gezeigt, hieß es. 

Im Anschluss wird die Ausstellung in Gotha präsentiert

„Das Besondere ist, dass man in einem konzentrierten Blick auf ein Jahr dem Künstler ein bisschen über die Schulter blicken kann, wie verschiedene Motive entstehen, wie er es letztendlich schafft, sich innerhalb eines Jahres auf dem Amsterdamer Markt zu etablieren, indem er möglichst viel und verschiedenartige Dinge produziert“, erklärte Justus Lange, Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister. 

Ausstellung «Gotha Genial?!» im Herzoglichen Museum
Außenansicht des Herzoglichen Museums in Gotha. © Jacob Schröter/dpa | Jacob Schröter

Zudem würden in der Ausstellung Werke zusammengebracht, die man sonst nur digital oder in Büchern zusammen sehen könne. 

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Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Friedenstein Stiftung Gotha. Sie wird in leicht abgewandelter Form vom 6. September bis 6. Dezember im Herzoglichen Museum Gotha gezeigt.