Die Kampagne „Thüringen liest!“ bringt Autorinnen und Autoren in Bibliotheken im ganzen Freistaat. Die Veranstaltungen finden rund um den bundesweiten Tag der Bibliotheken an diesem Samstag, 24. Oktober, statt. An dem Tag beteiligten sich Einrichtungen im ganzen Land, so die Stadtbibliothek Erfurt, Forschungsbibliothek Gotha und die Unibibliothek Ilmenau.

Sonntag

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In Weimar gibt es gleich einen doppelten Grund zur Freude: Am 24. Oktober jährt sich auch der Geburtstag von Herzogin Anna Amalia (1739 – 1807); sie ist die Gründerin der nach ihr benannten Bibliothek.

Anselm Oelze, Antje Babendererde und Stefan Schwarz zählen zu den Autoren, die in diesen Tagen zu kleineren Büchereien unterwegs sind. Da diese oft ehrenamtlich oder nur von wenig Personal geführten kleinen Einrichtungen sich den regelmäßigen Besuche von Schriftstellern kaum leisten können, vermittelt der Thüringer Literaturrat jährlich rund 40 geförderte Lesungen.

Die Vorsitzende des Thüringer Bibliotheksverband, Annelie Carslake, sagt, bei Besuchen durch Autoren sei Literatur unmittelbar erlebbar. Lesungen könnten der Anfang einer lebenslangen Begeisterung sein, hofft die Leiterin der Rudolstädter Bibliothek.

Die Bedeutung der Bibliotheken für das kulturelle Leben ist Carslake zufolge im ländlichen Raum besonders groß. Beim Thüringer Bibliothekstag am Mittwoch in Gera war wieder einmal die Finanzlage ein Thema. Während Staatssekretär Steffen Teichert diese Frage ganz bewusst nicht in den Raum stellen wollte, kam aus den Reihen der Bibliotheksfachleute der Hinweis, dass bestimmte Bibliotheksangebote aus dem Bereich der freiwilligen Leistungen zu den kommunalen Pflichtaufgaben eingruppiert werden müssten. Gerade in schwierigen Haushaltlagen werde sonst an dieser Stelle gestrichen und eingespart, damit aber ein wichtiger Ort der Begegnung nachhaltig beschädigt. epd/ger

„Öffentlichkeiten! Die Bibliothek als Raum für Wissen, Kunst und Politik“, Samstag, 24. Oktober, 14.30 Uhr, Studienzentrum der HAAB Weimar; Eintritt frei